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Gemeinderat

19.05.2015

Heikles Thema Innerortssatzung

Die Innerortssatzung war wieder einmal Thema im Gemeinderat Aletshausen. Das Gremium will künftig unverträglich hohe Einfriedungen wie solche Trapezblech-Wände verhindern.
Bild: Karl Kleiber

Einfriedungen von Grundstücken diskutiert. Ratsmitglieder plädieren für wenig Reglementierungen

Seit längerem, so auch in der jüngsten Sitzung, beschäftigen sich die Aletshauser Gemeinderäte, allen voran Bürgermeister Duscher, mit der Planung einer Satzung für die innerörtliche Bebauung in Aletshausen und seinen Ortsteilen. Das dies ein heikles Thema ist, stellte sich spätestens bei der Diskussion heraus, da sich einige Ratsmitglieder für möglichst wenige Reglementierungen aussprachen.

In der Januar-Sitzung kam man zu keiner Einigung über Notwendigkeit und Nutzen eines Bebauungsplanes für die innerörtliche Entwicklung. Nach einer späteren Information von Manfred Müller vom Kreisbauamt Günzburg (wir berichteten) beschloss man einstimmig, eine Gestaltungssatzung zu erlassen.

Bürgermeister Duscher meinte, dass in den Baugebieten der Ortsrandlagen alles geregelt sei. Innerorts könne „ohne Regelung jeder tun, was er will“. Wenn sich heute jemand ein leer stehendes Bauerhaus kaufe und durch einen großformatigen Flachdachbau ersetze, können man nichts dagegen tun, obwohl das innerörtliche Dorfbild gestört wäre. „Wir müssen auch zusehen, wenn jemand eine hohe Mauer oder eine unschöne Einfriedung um sein Grundstück errichtet. Dem müssen wir Einhalt bieten können. Zudem bin ich gegen die Einigelung der Hausbesitzer“.

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Gemeinderat Martin Veitleder stellte in dem Zusammenhang fest, dass auch überdimensionierte Werbetafeln kein Schmuckstück für das Ortsbild seien. Duscher erklärte, dass bestimmte Größen von der Gemeinde genehmigt werden müssten.

Josef Maisch wollte die Frage geklärt wissen, wo der jeweilige Ortskern liege und wo der Außenbereich beginne. Früher hätten die Architekten ein Gespür für eine schöne, ästhetische Bauweise und Gestaltung der Häuser gehabt, warf Hermann Briechle ein. „Eine Satzung soll nicht einengen, sondern nur gestalterische Regeln vorschreiben“. Gemeinderat Stefan Mußack dagegen meinte: „Man muss nicht alles reglementieren. Man sollte eher an die Vernunft der Hausbesitzer appellieren. Zudem sind die Baustile der Zeit unterworfen“.

Der Bürgermeister erklärte abschließend, man wolle heute keine Entscheidung herbeiführen, sondern nur einige Punkte andiskutieren. Das Thema „Innerortssatzung“ wird uns noch einige Zeit beschäftigen“. (kk)

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