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11.08.2020

Hilfs-Mission in Alba Julia erfüllt

Kurz vor der Heimreise wurde noch schnell ein Mannschaftsfoto gemeinsam mit Schwester Maria gemacht. Unser Bild zeigt vorne von links: Anton Böck, Sr. Maria, Ernst Ludwig und Waldemar Heppner. Hinten von links: Hans Frank, Peter Böck und Ewald Jergon.
Bild: Angelika Ludwig

Die Helfer vom Freundeskreis Zusam-Stauden sind zurück. Was sie in Rumänien geleistet haben und was im Dankesbrief von Schwester Maria steht

Die diesmal kleine Mannschaft des Hilfstransportes des Freundeskreises Zusam-Stauden ist von ihrer Einsatzfahrt wieder wohlbehalten zuhause angekommen. Pfarrer Albert Mahl hat das Team vor der Taferne nach dem Reisesegen zusammen mit Ortspfarrer Bernhard Endres und Zweitem Bürgermeister Edwin Räder verabschiedet. Joachim Böck vom hiesigen Heimatverein überreichte noch einen Karton mit 250 Gesichtsmasken und eine Geldspende, dann machte man sich auf die heuer vermeintlich doch etwas abenteuerliche Reise. Von unterwegs meldete Anton Böck, Vorsitzender des Freundeskreises und selber am Steuer des Lkw: „Im Moment sind wir kurz vor Wien, es läuft prächtig.“ Und so ging es weiter die Nacht hindurch bis nach Siebenbürgen. Am frühen Montagvormittag angekommen, wurde der Hilfstransport schon dringend erwartet. Sr. Maria und Pater Patrick sind wohlauf, aber waren von den Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser eine Woche vorher sichtlich gezeichnet. Wegen der Corona-Pandemie war man bemüht, den Aufenthalt in Alba Julia auf ein Minimum zu begrenzen. Während das Gros der Mannschaft begann, den Lkw zu entladen, kümmerten sich drei Mann um die auswärts liegende Landwirtschaft und um die dort vorliegenden Probleme. Nachdem man wohlweislich diesmal keine gebrauchten Kleidungsstücke, aber neben etlichen Paletten mit Windeln, Lebensmitteln und für die Landwirtschaft auch Tonnen zum Aufbewahren von Getreide und Futtermitteln geladen hatte, „war man Montagabend mit dem Abladen bereits fertig, dann aber einfach kaputt“, so Anton Böck. Dennoch hat man sich eingehend mit Sr. Maria unterhalten und sich über die Umstände in Rumänien informiert. Vorübergehende Hoffnung besteht für Schwester Maria, weil demnächst eine junge Frau aus Deutschland ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Kloster antreten wird. Die Klosterfrau hat innig darum gebeten, dass der Freundeskreis die Aktion Weihnachtspäckchen für Senioren auch heuer wieder durchführen soll. Die Freude bei den Menschen sei einfach überwältigend.

Nach einer weiteren durchgefahrenen Nacht mit Staus an den Grenzen ist die siebenköpfige Truppe wieder zu Hause angekommen. Bereits zwei Tage später traf der Dankesbrief von Sr. Maria beim Freundeskreis ein. „Ich möchte zunächst allen, die mitgekommen sind, von Herzen danken. Alle waren so fleißig und so gut gelaunt, dass man ihnen die Last der Arbeit gar nicht anmerkte“, waren ihre einleitenden Worte. Der Dank der Klosterfrau gilt dann zunächst den Firmen, die mit Windeln, Eistee und Lebensmitteln den Kern der Spenden gebildet haben sowie den Firmen, die mit Bereitstellung der vollgetankten Fahrzeuge den Hilfstransport letztendlich ermöglichten – und allen anderen Spendern. „Da kann ich allen Spendern nur herzlich vergelt‘s Gott sagen. Wir machen ja, was wir können, Pater Patrick arbeitet unermüdlich, auch in Ohaba (Landwirtschaft). Aber ohne Ihre Hilfe kommen wir nicht durch“, schreibt sie.

Nun hofft man im Kloster, dass die Schule wieder normal angeht. Aus Bukarest hieß es, dass die einzelnen Schulleiter selber entscheiden können. Wenn es so bleibt, steht dem Schulanfang in Alba Julia nichts im Weg. In den Altenheimen hatte man Gott sei Dank bislang keinen Virus-Fall. Schwester Jacinta hat zur Zeit nur eine Pflegerin, aber einige Heimbewohner, die rührend mit anpacken. Eine Frau steht jeden Tag ab drei Uhr morgens in der Küche und bereitet das Essen vor. Ein Herr hilft, die Patienten aus dem Bett und ins Bett zu bringen. So ist nicht nur eine gute Atmosphäre entstanden, weil sich jeder nützlich fühlt, sondern es wurde auch dem Mangel an Personal abgeholfen. Große Freude machen auch Schüler aus der 9. Klasse, die in den Ferien zwei Vormittage in der Woche im Garten jäten, Bohnen pflücken, Zwiebel schneiden und dem Pater beim Grasschneiden helfen. Sie haben auch alle Kartons verräumt, die jetzt mit dem Hilfstransport gekommen sind. „Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass eines Tages die Menschen kommen, die das Werk hier weiterführen. Der liebe Gott hilft immer, aber meistens erst in der letzten Sekunde. Wir sind sehr dankbar für Ihre Freundschaft und bitten Sie, uns weiterhin zu unterstützen“, endet sie ihren Brief.

über das Kloster St. Iusif in Alba Julia und die Hilfsaktionen im Internet unter www.Freundeskreis-Zusam-Stauden.de, über Hilfsmöglichkeiten geben Anton Böck (Tel. 08239/7426) oder Karl Miller sen, (0171/8847630) gern Auskunft. Das Spendenkonto zur Besoldung der Lehrer an den Klosterschulen lautet: IBAN DE60 7206 9736 0001 8477 59.

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