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Ehrung

26.05.2015

Hilfsbereitschaft ist für ihn eine Selbstverständlichkeit

Bürgermeister Georg Schwarz (rechts) verlieh Johannes Schropp die Silberne Bürgermedaille. Links im Bild Schropps Frau Martha.
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Thannhausen verleiht die Silberne Bürgermedaille an Altbürgermeister Johannes Schropp

Völlig durchgesessen sei er gewesen, der Stuhl des Bürgermeisters im Sitzungssaal, als er sich erstmals darauf setzte. Bürgermeister Georg Schwarz deutete dies als Beweis dafür, wie lange und intensiv sein Amtsvorgänger Johannes Schropp Politik in Thannhausen betrieben habe. In seiner Ansprache zur Verleihung der Silbernen Bürgermedaille an Johannes Schropp betonte Schwarz, die Auszeichnung sei aber nicht gedacht als Würdigung der politischen Leistung des Altbürgermeisters.

Die Silberne Bürgermedaille bekomme Johannes Schropp für sein ehrenamtliches Engagement über Jahrzehnte hinweg. Er meinte damit zum einen die Zeit zwischen 1972 und 1994, in der Schropp Stadtrat war, die letzten drei Jahre davon 2. Bürgermeister. Er meinte zum anderen all die bürgerschaftlichen und sozialen Aktivitäten Schropps nach seinem Ausscheiden aus dem Amt im Jahr 2008. In seinem „Unruhestand“ engagiert sich Johannes Schropp als Beauftragter des Landkreises für Menschen mit Behinderung, als 1. Vorsitzender des Thannhauser Feuerwehrvereins, als stellvertretender Kreisvorsitzender des Bayerischen Roten Kreuzes und als Vorsitzender des örtlichen Kinderschutzbundes. Obendrein bieten Schropp und seine Frau Martha vielen älteren Mitbürgern unentgeltlich Fahrdienste an, unterstützen sie auf diese Weise beim Arztbesuch oder Behördengängen.

All diese Hilfe sei für den Geehrten selbstverständlich und deshalb die Ehrung rundum verdient. Es handle sich um die zweithöchste Auszeichnung, welche die Stadt zu vergeben habe, erklärte Georg Schwarz und die Stadt gehe sparsam mit ihr um. Nach Herbert Schuler im Jahr 2001 und Norbert Wehn im Jahr 2005 bekomme der Altbürgermeister als dritte Person in diesem Jahrhundert die Auszeichnung. Johannes Schropp reagierte auf die Verleihung der Medaille und die Laudatio von Schwarz mit Humor. Solche Worte habe er erst in 25 Jahren bei seiner „Leichenred“ erwartet. Er dankte all seinen Wegbegleitern und vor allem seiner Familie für die Unterstützung über all die Jahre hinweg. Zum Lebensgefühl im Alter zitierte Schropp, der zwei Tage zuvor seinen 70. Geburtstag gefeiert hatte, seinen Freund Hans Maier, den früheren bayerischen Kultusminister. Maier schreibe, das Alter sei paradox: Man habe reichlich Erfahrung und Mittel, müsse sie aber aus der Hand geben.

Man habe Stil, aber die Hand zittere. Man habe endlich Zeit, aber die Zeit laufe davon. Hatte dem Festakt Robert Sittny am Klavier die musikalische Note verliehen, spielte anschließend die Musikvereinigung unter der Leitung von Stefan Tarkövi dem Geehrten ein Ständchen. Erst seit er in Thannhausen sei, wisse er, was konzertante Blasmusik bedeute, lobte Schropp die Qualität der örtlichen Blasmusik.

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