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Hochwasserschutz: Wegweisend für Thannhausen

Hochwasserschutz: Wegweisend für Thannhausen
Kommentar Von Peter Bauer
22.11.2019

Die Planungen für den Hochwasserschutz in Thannhausen reichen weit zurück. Warum die Umsetzung des Projekts für die Stadtentwicklung so bedeutend ist.

Hochwasserschutz für Thannhausen? Das ist, wenn man so will, mittlerweile eine Art Generationenprojekt. Die ersten Planungen reichen bis in die Zeit vor der Jahrtausendwende zurück. Doch mit dem jetzt erfolgten Spatenstich nimmt dieses für die gesamte Thannhauser Stadtentwicklung so wichtige Projekt konkrete Züge an. Zentrales Element des Hochwasserschutzes ist ein Damm, der im Süden im Bereich von Nettershausen beginnt und dann gewissermaßen westlich um die Stadt Thannhausen „herumgelegt“ wird (bis zum Kreisverkehr Edelstetter Straße/ B 300).

Bereits im Frühjahr 2021 wird es dann wohl einen „wirksamen Hochwasserschutz“ (Bürgermeister Georg Schwarz) geben. Wichtige Projekte wie das Rückhaltebecken im Bereich Bayersried/Balzhausen sind im Mindeltal inzwischen realisiert. Wie Schwarz vor Kurzem erklärte, liegen hier die Kosten statt der ursprünglich kalkulierten 7,8 Millionen Euro bei 14 Millionen Euro. Die nördlich davon gelegene Stadt Thannhausen beteiligte sich hier mit einem Betrag von 792 000 Euro.

Eine bedeutende Rolle für den Hochwasserschutz im gesamten Mindeltal spielt ein weiteres, mächtiges Rückhaltebecken bei Burgau, das möglichst ab dem Jahr 2021 gebaut werden soll und etwa 21 Millionen Euro kosten wird. Der Freistaat Bayern, der die Einrichtung des Hochwasserschutzes stark fördert, übernimmt 70 Prozent der anfallenden Kosten. Ferner beteiligen sich weitere sieben Mindeltalkommunen, Thannhausen zahlt laut Schwarz etwa 495 000 Euro. Hier wird deutlich: Beim Hochwasserschutz ist die Zusammenarbeit der Mindeltalkommunen von zentraler Bedeutung.

Hochwasserschutz: Wegweisend für Thannhausen

Hochwasserschutz kostet Thannhausen 3,5 Millionen Euro

Der finanziell „größte Brocken“ in Sachen Hochwasserschutz fällt für Thannhausen aber auf eigenem Gebiet an. Georg Schwarz rechnet mit Kosten von etwa zehn Millionen Euro. Thannhausen muss nach derzeitigem Stand mit circa 3,5 Millionen Euro an Kosten rechnen, den größeren Teil zahlt der Freistaat Bayern. Zentrales Element des Hochwasserschutzes für Thannhausen ist ein Damm im Süden und Westen der Stadt. Zusätzlich sollen die Mindel und Hasel im Süden der Stadt mit Wasserabsperrvorrichtungen versehen werden. Der Thannhauser Hochwasserschutz ist auf ein Hochwasser ausgelegt, das statistisch gesehen einmal in 100 Jahren vorkommt. Die Kosten für den gesamten Mindeltal-Hochwasserschutz im Landkreis wurden zuletzt vom zuständigen Wasserwirtschaftsamt Donauwörth auf rund 100 Millionen Euro taxiert. Das Wasserwirtschaftsamt hofft, dass der Hochwasserschutz an der Mindel im Kreis Günzburg bis zum Jahr 2030 komplett wirksam sein kann.

Für die künftige Thannhauser Ortsentwicklung ist der Hochwasserschutz von zentraler Bedeutung. Thannhausen kann dann neue Bauflächen, aber auch Gewerbeflächen ausweisen. Neue Möglichkeiten ergeben sich im Bereich der Naherholung. All das zeigt, warum der Hochwasserschutz für Thannhausen so wichtig ist.

Hier geht es zum Artikel:

Dieser Damm soll in Thannhausen für einen ruhigeren Schlaf sorgen

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