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13.06.2009

IHK widerspricht Vorwürfen der Verweigerer

Landkreis/Augsburg Gegen die Vorwürfe der sogenannten IHK-Verweigerer wehren sich die Verantwortlichen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Augsburg. Auf Nachfrage erklärten der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Lintner und IHK-Verwaltungsdirektor Dr. Christian Kopp, die Anschuldigungen der "Verweigerer" - die MN berichtete über den Leipheimer Finanzdienstleister Rolf Mußotter - seien nicht haltbar.

Etwa 115 000 Mitgliedsunternehmen zählt die IHK Schwaben mit Sitz in Augsburg. Rund die Hälfte dieser Unternehmen müsse überhaupt keine Beiträge zahlen - weder den allgemeinen Grundbeitrag noch die sogenannte Umlage, erklärte Dr. Christian Kopp.

Zudem: Bei den Unternehmen, die Mitgliedsbeiträge abführen müssen, seien die Grundbeiträge ebenso gestaffelt wie die nach Ertragsstärke der Firmen berechnete Umlage. "Wir sind also eine Solidargemeinschaft, in der der Stärkere für den Schwächeren eintritt", widerspricht Dr. Peter Lintner dem möglichen Eindruck, alle Mitgliedsunternehmen würden finanziell über einen Kamm geschoren.

Falsch sei auch der Vorhalt der Verweigerer, sie hätten nichts von ihrer IHK-Mitgliedschaft. Die Augsburger Kammer biete vielmehr ein "breites Leistungsspektrum mit einer ganzen Reihe von Dienstleistungen", betonte Lintner. Vor allem kleineren und mittleren Unternehmen kämen die stark nachgefragte Exportberatung oder die Rechtsauskünfte der IHK ebenso zugute wie die Beratung in Bildungsfragen oder - in der momentanen Krise besonders aktuell - die Finanzierungsberatung.

IHK widerspricht Vorwürfen der Verweigerer

In Diensten der Wirtschaft

Über die Beratung einzelner Unternehmen hinaus setze sich die IHK in vielfältiger Weise für die Belange der regionalen Wirtschaft ein. Lintner nannte als Beispiele die Unterschriftenaktion zum Ausbau der Autobahn A 8, die Stellungnahmen zu Bebauungsplänen, die Förderung der Berufsausbildung oder - bezogen etwa auf den Landkreis Günzburg - den Kinderatlas in Zusammenhang mit Legoland.

Solche allgemeinen Leistungen, zu denen auch die Initiative "Fachkräftesicherung" oder das Engagement bei der Regionalmarketing Günzburg zählten, könnten nicht individuell abgerechnet werden, erklärte Lintner. Deshalb sei es notwendig, den Mitgliedsfirmen eine "gewisse Grundlast" abzufordern. Die werde aber so gering wie möglich gehalten, wie die zum 1. Januar 2009 beschlossene Senkung der Beiträge belege, so Dr. Kopp.

Die Höhe dieser Beiträge werde im Übrigen von einem Arbeitskreis, bestehend aus Unternehmern, vorberaten und der IHK-Vollversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt. Dieses Vorgehen, wie auch die "freien und gleichen Wahlen zur IHK-Vollversammlung", sei ein Beleg auch dafür, dass die Kammer nach demokratischen Prinzipien vorgehe und verfasst sei.

Außerdem: Die Mitgliedschaft von Unternehmen basiere nicht auf Zwang durch die Kammern, sondern auf einem Gesetz von 1956, betonte Lintner. Deshalb sei der Begriff "gesetzliche Mitgliedschaft" zutreffender als das Wort von der "Zwangsmitgliedschaft". Trotzdem werde das Gespräch mit Verweigerern gesucht - auch mit Rolf Mußotter in Leipheim.

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