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27.11.2017

Im Großen und Ganzen läuft’s

In der Bürgerversammlung in Billenhausen ging es vorrangig um das Dorfgemeinschaftshaus. Auch der Zustand des Leichenhauses war Thema

Die Örtlichkeit war dieses Mal etwas ungewohnt. Während der Generalsanierung des Kindergartens mit der Neugestaltung zum Dorfgemeinschaftshaus hat dieser derzeit seinen Platz im Pfarrstadel. Somit fand die Bürgerversammlung, die vorletzte in den Stadtteilen Krumbachs, am Donnerstag im Musiker- und Schützenheim statt und war mit rund 50 interessierten Besuchern recht gut besucht.

Seit 2007 steigt der Haushalt der Stadt Krumbach kontinuierlich an. Bei einem Haushaltsvolumen von über 38 Millionen Euro sei mit Mehreinnahmen von rund 1,5 Millionen Euro zu rechnen, so Bürgermeister Hubert Fischer. Zwar müsse die Stadt Krumbach rund 6,4 Millionen Euro an Kreisumlage an den Landkreis abgeben, in Anbetracht dessen, was dieser dafür in Krumbach investiere, dürfe man nicht jammern. Fischer nannte Beispiele wie den Neubau der FOS/BOS oder auch den Erweiterungsbau der Krumbacher Kreisklinik, wo neue OP-Säle entstehen.

Wie sieht es denn in Billenhausen aus? Wie liegt man dort mit dem Dorfgemeinschaftshaus im Rennen? Man sei im Zeitplan, aber hart an der Grenze, informierte Tobias Handel, Sachgebietsleiter Hochbau und stellvertretender Stadtbaumeister. Dass dabei Stahlbeton verwendet werde, liege am Platzproblem und an der Beschaffenheit des Untergrunds. Beim Isolieren gebe es keinen Unterschied im Vergleich zu einer Ziegelwand, beantwortete er die Frage eines Bürgers. Sobald der Bau fertiggestellt sei, werde man umziehen: der Kindergarten im April nächsten Jahres, die Vereine ein bis zwei Monate im Anschluss daran. Erneut kam das Thema Parkplätze zur Sprache, aber auch, was mit dem jetzigen Musiker- und Schützenheim passieren wird. Fischer sah in den Parkplätzen nicht die ganz große Priorität, in Bezug auf die Gebäude sollte es in jedem Falle so sein, dass man künftig nur eines verhalten müsse. Ob das Musiker- und Schützenheim verkauft oder abgerissen wird, ist offen.

Ein Bürger verwies auf den Zustand des Leichenhauses in Billenhausen und auf dessen, wie er es nannte, „vorsintflutliche Einrichtung“. Gerade für Besucher, die von auswärts zu einer Beerdigung kämen, sei dies kein gutes Zeichen für den Ort. Weiter regte er zu Maßnahmen an der WC-Anlage an, damit diese auch im Winter geöffnet sein könne. Das Toilettenproblem sei ein schwieriges Problem, so der Bürgermeister. Auch sei die Stadt Krumbach aufgrund der Vielzahl ihrer Vorhaben am Rande ihrer Kapazität. Dennoch nehme er die beiden Punkte gerne mit auf.

Krumbachs Baugebiete waren ebenfalls Thema der Bürgerversammlung. Ein Bürger, der das Gewerbegebiet „Bleicher Berg“ ansprach, sorgte sich nicht nur über die für die Landwirtschaft verlorenen Flächen, sondern vor allem über das Ableiten des Oberflächenwassers: „Wenn das Wasser kommt, dann kommt es nach Billenhausen.“ Zunächst sei für das Gewerbegebiet nur der Aufstellungsbeschluss gefasst worden, so Bürgermeister Fischer. Bei der Planung müssten entsprechende Maßnahmen nachgewiesen werden. Schon zuvor hatte er erklärt, dass die Stadt Krumbach nicht das Ziel verfolge, auf die „grüne Wiese“ zu gehen, sondern Flächen innerhalb Krumbachs zu nutzen. Doch die würden immer rarer. Die Stadt habe die Aufgabe, Flächen bereitzustellen. Man werde diese jedoch nicht versiegeln, bevor tatsächlich jemand baue. Gleichzeitig versuche man, an bereits versiegelte Flächen heranzukommen, um diese einer anderen Nutzung zuzuführen.

Ein weiterer Bürger wollte wissen, ob der Krumbacher Maibaum tatsächlich 8000 Euro gekostet habe. In diesem Betrag seien alle Kosten enthalten, die von der Stadt Krumbach für Maibäume bezahlt worden seien. Ein großer Faktor tatsächlich sei das Kranzbinden im Bauhof gewesen. „Deswegen werde ich aber keine Tradition sterben lassen“, betonte Bürgermeister Fischer. Dem stimmten auch die Billenhauser zu. Einer bemerkte allerdings scherzend: In Billenhausen hätten die drei Kränze und die Girlande nichts gekostet.

Große Wünsche oder Anregungen gab es bei der Bürgerversammlung keine weiteren. „Im Großen und Ganzen läuft’s scho“, meinte ein weiterer Besucher der Bürgerversammlung.

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