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Jugendbeteiligung

30.06.2009

Im Herbst ein neuer Anlauf

Wie können Jugendliche am politischen Entscheidungsprozess optimal beteiligt werden? Ist ein Jugendparlament der richtige Weg? Seit rund einem Jahr wird im Krumbacher Stadtrat über diese Thematik diskutiert. Nun soll es im Herbst einen neuen Anlauf geben.

Ausgangspunkt der Debatte war ein Antrag des SPD-Fraktionsvorsitzenden Christoph Helmes. Er plädierte dafür, ein Jugendparlament zurzeit noch nicht zu beschließen, sondern zunächst weitere Gespräche zu führen, Alternativen zu prüfen und diese dann im Stadtrat zu beraten. Zu einem "Runden Tisch" sollten die gewählten offiziellen Jugendvertreter der Krumbacher Schulen (SMV), der Vereine (unabhängig von ihrem Wohnort) sowie Vertreter der Kreisjugendpflege und des Kreisjugendrings eingeladen werden.

Bürgermeister Hubert Fischer ließ die Diskussion der vergangenen Monate noch einmal Revue passieren. Einen Satzungsentwurf für ein Jugendparlament habe es bereits im Oktober 2008 gegeben. Man habe mit Jugendlichen Gespräche geführt, die Jugendlichen seien mehrheitlich für ein Jugendparlament gewesen. Helmes meinte aber, dass die jugendlichen Gesprächspartner nicht demokratisch legitimiert gewesen seien. Fischer sagte dazu, dass man möglicherweise wieder im Herbst mit Jugendlichen debattieren könne.

Dr. Ildiko Sugar-Bunk (JW/OL) bemängelte den langsamen Entscheidungsprozess. Die wiederholten Vertagungen seien unverständlich. Es gebe in anderen Orten funktionierende Jugendparlamente, man brauche das Rad nicht neu erfinden. Ähnlich sah dies Dr. Marcus Härtle (UFWG). Man habe doch schon umfassend die Thematik debattiert. Was könne man jetzt anders machen?

Im Herbst ein neuer Anlauf

"Wichtigere Aufgaben"

Gerhard Weiß (Fraktionsvorsitzender der CSU) meinte, dass am Anfang das Gespräch mit Leuten stehen müsse, die etwas mit dem Thema Jugend zu tun haben. Zu bedenken sei auch, dass es wichtigere Aufgaben gebe als die Einführung eines Jugendparlaments. "Wir alle wollen doch das Gleiche und wir haben keinen Zeitdruck", sagte Klemens Ganz, Fraktionsvorsitzender der UFWG. Am Ende entschied sich der Stadtrat mit 17:6 Stimmen dafür, im Herbst einen neuen Anlauf zu versuchen - nach der Wahl der neuen Schülermitverwaltungen.

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