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Aletshausen

25.06.2020

In Aletshausen wird das Sterben teurer

In die schön gelegene Friedhofsanlage von Aletshausen hat die Gemeinde in den letzten Jahren viel investiert. Um diese Kosten teilweise aufgefangen zu können, mussten nun die Gebühren erhöht werden.
Bild: Karl Kleiber

Gemeinderat Aletshausen beschließt wegen vieler Investitionen beim Friedhof höhere Gebühren für Grabstätten und Bestattungen.

In der Aletshauser Gemeinderatssitzung standen Gebühren für Grabstätten und Bestattungen im Mittelpunkt. Für alle Grabarten gab es eine moderate Erhöhung der jährlichen Benutzungsgebühren. Für das Ausheben und Zufüllen eines Grabes wurden die anfallenden Kosten zum Teil drastisch angehoben. Bürgermeister Georg Duscher trug die überarbeiteten Gebühren-Satzungen vor, denen das Gremium einhellig zustimmte.

Da die Gemeinde in den letzten Jahren im und am Friedhof viele Investitionen getätigt hat und die Leichenhalle grundlegend saniert wurde, war es unumgänglich, die Gebühren durch die Verwaltung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) neu kalkulieren zu lassen. Zudem wurden die bisher gültigen Gebührensätze seit 2010 nicht mehr geändert. Außerdem ist die Gemeinde vom Landratsamt angehalten, auch im Bestattungswesen kostendeckend zu arbeiten. Aus all diesen Gründen war eine Gebührenerhöhung unumgänglich.

Die jährliche Gebühr für ein Einzelgrab betrug bisher zwölf Euro und kostet künftig 21 Euro pro Jahr. Für Familiengräber wurde der Jahresbeitrag von 24 auf 34 Euro angehoben. Die Nutzungsdauer von zwanzig Jahren bei der Neuvergabe der Grabstätte wird beibehalten. Bei Verlängerung der Nutzung wird zusätzlich ein jeweiliger Jahresbeitrag fällig. Urnen-Erdgräber werden für maximal zehn Jahre vergeben und kosten eine Grabgebühr von 19 Euro pro Jahr. Die Verlängerung der Nutzungsdauer kostet ebenfalls eine zusätzliche Jahresgebühr.

Die Nutzung der Leichenhalle kostete bisher fünfzig Euro, die Reinigung 25 Euro, egal wie lange die Nutzung dauerte. Auch dies entsprach nicht mehr dem tatsächlichen Aufwand. Die Leichenhaus-Nutzung samt Reinigung kostet künftig 85 Euro. Eine zwingende Nutzung der Leichenhalle ist jedoch nicht vorgeschrieben.

Da auch das Bestattungsunternehmen aus Unterbleichen, mit dem die Gemeinde einen Arbeitsvertrag hat, immer höhere Ausgaben hat, habe es die Gebühren für das Öffnen und wieder Verschließen eines Grabes spürbar erhöhen müssen. So werden die Aushubkosten für ein Kindergrab bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von 225 auf 535,50 Euro angehoben. Das Ausheben eines Familiengrabes verteuert sich bei einer Grabtiefe von 1,8 Metern von 540 Euro auf 1029 Euro. Eine Grabtiefe von 2,4 Metern kommt künftig auf knapp 1089 Euro. Das Öffnen für eine Aschen-Urne schlägt künftig mit 257 Euro zu Buche. Eine selten vorkommende Exhumierung beläuft sich in Zukunft auf 1487,50 Euro.

Einstimmig wurden von den Gemeinderäten die neu kalkulierten Gebühren zur Kenntnis genommen und die dazu gehörenden Satzungen beschlossen, die eine Woche nach deren Bekanntgabe in Kraft treten. Zudem erklärte Bürgermeister Duscher, dass in Zukunft alle vier Jahre die Friedhofs-, Grab- und Bestattungsgebühren von der VG-Verwaltung überarbeitet werden, um die steigenden Kosten einigermaßen abzufangen, um dann nur mäßige Erhöhungen vornehmen zu müssen.

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