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Maria Vesperbild

06.04.2018

In Maria Vesperbild „angekommen und angenommen“

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Wallfahrtsdirektor Erwin Reichart in der Kirche von Maria Vesperbild. In den nächsten Jahren steht eine umfassende Renovierung an.
Bild: Peter Bauer

Seit rund drei Monaten ist Erwin Reichart Wallfahrtsdirektor in Maria Vesperbild. Wie er mit seiner behutsamen und zugleich nachhaltigen Art neue Akzente gesetzt hat.

Der volle Schreibtisch lässt das Pensum, das Erwin Reichart zu bewältigen hat, erahnen. Sein Büro hat der Wallfahrtsdirektor aus dem 2. Stock hinunter ins Erdgeschoss verlagert, direkt neben das Sekretariat. Das macht den Draht zu seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sozusagen „kürzer“. Und dieser kurze Draht erleichtert es Reichart, sich weiter hineinzufinden in seine neue Aufgabe, die er zum Jahreswechsel übernommen hat. Anfang des Jahres trat der 64-jährige Allgäuer als Wallfahrtsdirektor die Nachfolge von Prälat Wilhelm Imkamp an. Und seit dem 7. März wohne er auch in Maria Vesperbild, berichtet er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Mit den Abläufen im bekannten Wallfahrtsort hat er sich inzwischen vertraut gemacht. Und mit den großen Herausforderungen, die anstehen. Da ist vor allem die umfassende Renovierung der Kirche. „Wir gehen von Gesamtkosten in einer Höhe von rund drei Millionen Euro aus“, sagt er. Der Turm, das Dach, Außenrenovierung, Innenrenovierung, Neugestaltung der in die Jahre gekommenen Sakristei: Die Renovierung, die für die Jahre 2019, 2020, 2021 angesetzt ist, gleicht gewissermaßen einer „Totaloperation“. Die Wallfahrtsdirektion stimmt das Vorgehen eng mit der Diözese ab, im Herbst soll es in Sachen Renovierung entscheidende Weichenstellungen geben. Die Finanzierung sei „noch unklar“, wichtig sei es, Rücklagen zu bilden.

Ein guter Draht zur Diözese

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Reicharts guter Draht zur Diözese ist sicherlich kein Nachteil, wenn es darum geht, das Konzept für die Kirchenrenovierung auf den Weg zu bringen. Als Reichart als Nachfolger für Imkamp im Gespräch war, hatte er selbst, wie er vor einigen Monaten erklärte, große Bedenken. Mit damals 63 Jahren eine solche Herausforderung? Doch dann kam der Anruf von Bischof Konrad Zdarsa, der Reichart daran erinnerte, dass er selbst 63 Jahre alt gewesen sei, als er Bischof von Görlitz geworden sei.

Es war ein Vertrauen, das bei Reichart nachhaltigen Eindruck hinterließ. Und so ist es durchaus keine Überraschung, dass Zdarsa am Pfingstsonntag, 20. Mai in Maria Vesperbild das Pontifikalamt gestaltet. „Maria Vesperbild ist ja keine autarke Insel“, hat Reichart wiederholt betont. Ihm ist die enge Bindung an die Diözese sehr wichtig. Auch der Himmelfahrtstag (15. August) ist in Maria Vesperbild wieder hochkarätig besetzt. Kommen wird Professor Pater Karl Wallner aus dem Kloster Heiligenkreuz bei Wien, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich.

„Ein wichtiges Anliegen ist mir die Priestergemeinschaft. Ich möchte zu meinen Mitbrüdern im Dekanat Günzburg ein gutes Verhältnis aufbauen“: Reicharts Ankündigung zur Amtsübernahme ist inzwischen gelebte Praxis: Wenn in anderen Pfarreien Not am Mann ist, hilft Maria Vesperbild aus. So war, wie Reichart berichtet, Benefiziat Jürgen Amerschläger bereits in Breitenthal, Aichen oder auch Memmenhausen aushilfsweise tätig.

Er sei „kein Revoluzzer“, sagt Reichart. Doch mit der ihm eigenen, behutsamen, nachhaltigen Art hat Reichart in Maria Vesperbild schon nach relativ kurzer Zeit neue Akzente gesetzt. Die gute Aufnahme im Wallfahrtsort habe ihm sehr geholfen, betont er. Er fühle sich angekommen und angenommen gleichermaßen. Den Raum, in dem sich die große Bibliothek seines Vorgängers Wilhelm Imkamp befand, möchte Reichart in neuer Form nutzen. Denkbar sei hier beispielsweise ein Meditationsraum für Jugendliche.

Reichart, der aus einem kleinen Ort im Allgäu (Kleinweiler bei Isny) stammt, ist sehr naturverbunden. So schätzt er natürlich auch die hügelige Umgebung des Wallfahrtsortes, die in mancherlei Hinsicht an seine Heimat erinnert. Wohl nicht zuletzt im malerischen Umland von Maria Vesperbild wird Wallfahrtdirektor Reichart gute Gedanken finden, um die kommenden Aufgaben zu meistern.

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06.04.2018

Ich hoffe er macht nicht die gleichen Fehler wie sein Vorgänger Prälat Imkamp. Die Muttergottes von Maria Vesperbild braucht keine Prominenz. Maria Vesperbild soll ein Ort sein, wo jeder der Hilfe sucht sich an die Muttergottes von Maria Vesperbild wenden kann. Ich glaube nicht das die Muttergottes Prälat Imkamp vermissen wird ,bei der Gloria in Regensburg ist er besser aufgehoben. Herr Prälat Imkamp hatte sich schon immer gerne In Fürstlichen- Kreisen und in den Medien sich wohler gefühlt. Dem neuen Wahlfahrtsdirektor Erwin Reichart wünsche ich alles Gute und ich hoffe das er wieder die Muttergottes in den Vorgrund stellt.

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