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Münsterhausen

10.01.2019

In Münsterhausen fällt der Startschuss für die Ortsumfahrung

In der Sitzung des Münsterhauser Marktgemeinderats wurde der aktuelle Übersichtslageplan für die geplante Ortsumfahrung behandelt.
Bild: Thielemann & Friderich

Im März sollen die Arbeiten in Münsterhausen losgehen. Bauende ist 2021. Die Kosten liegen bei rund 20,8 Millionen Euro. 85 Prozent davon werden gefördert.

Eine gewisse Euphorie war zu spüren in der jüngsten Sitzung des Münsterhauser Marktgemeinderats. Denn in diesem Jahr soll es endlich losgehen mit dem Bau der geplanten Ortsumfahrung. Für März ist der Baubeginn vorgesehen.

„Ich freue mich, dass die Münsterhauser nun die notwendige Ortsumfahrung bekommen“, betonte Bürgermeister Robert Hartinger. Wegen einer Klage hatte sich das Vorhaben in die Länge gezogen, inzwischen ist diese aber vom Tisch.

Gemeinsam mit Planer Günther Thielemann vom Ingenieurbüro für Bauwesen Thielemann & Friderich in Dinkelscherben informierte Bürgermeister Hartinger die Markträte und Zuhörer über den aktuellen Sachstand zur Ortsumfahrung.

Förderung und Finanzierung sind gesichert

Thielemann nannte die aktuellen Kosten für das von der Marktgemeinde zu stemmende Mammutprojekt. Mit rund 20,8 Millionen Euro sei für die Ortsumfahrung zu rechnen. 2014 lag die Kostenschätzung noch bei rund 16,6 Millionen Euro, sagte Thielemann. Um rund 25 Prozent seien die Kosten in der Zwischenzeit gestiegen. Zugesagt sei eine Förderung von 85 Prozent durch den Freistaat Bayern. Das entspricht rund 17,6 Millionen Euro. Somit müsste die Marktgemeinde noch etwa 3,2 Millionen Euro der Kosten tragen. Förderung und Finanzierung seien somit laut Planer gesichert.

In der jetzt genannten Summe sind laut Thielemann die Kosten für Grunderwerb, Unternehmensflurbereinigung sowie die Baukosten plus Baunebenkosten und die Planungskosten enthalten.

Baubeginn soll im kommenden März sein. Die Fertigstellung der Straße ist für November 2021 vorgesehen. Für die Brückenbauwerke, die als erstes in Angriff genommen werden sollen, ist die Ausschreibung bereits gelaufen. Die Ausschreibung für den Straßenbau soll in den nächsten Monaten erfolgen.

Bei den Brücken über die Mindel im Norden und Süden von Münsterhausen wird mit einer Bauzeit von ungefähr zwölf bis 14 Monaten gerechnet. Von ungefähr der Hälfte dieser Zeit wird für den Bau von Feldwegbrücken, Unterführungen und der Brücke über die Hagenrieder Straße ausgegangen.

Da ein Teilbereich der Ortsumgehung eine Bodendenkmalsverdachtsfläche tangiert, stimmte der Marktgemeinderat, nach Vorgesprächen der Verwaltung mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der Unteren Denkmalschutzbehörde, einem Antrag auf denkmalschutzrechtliche Genehmigung zu. Planer Thielemann geht jedoch davon aus, dass in diesem Bereich „mit hoher Sicherheit“ nichts gefunden wird. Mit einer dadurch bedingten Bauverzögerung sei nicht zu rechnen.

Ein Thema im Rat war bereits im Vorfeld die Ausführung der Straße mit einem lärmarmen Belag. Zum Einsatz soll nun ein Splittmastix-asphalt kommen, ein noch neuer lärmarmer Asphaltbelag. Geschwindigkeitsbeschränkungen seien auf der Ortsumfahrung nicht vorgesehen, so Thielemann.

Ein Lärmschutzwall ist geplant

Durch den vorgesehenen Lärmschutzwall im Bereich des Kreisverkehrs in der Edelstetter Straße könne man mit einer Geräuschpegelminderung von 2,5 Dezibel (dB) rechnen. Der Wall wird eine Höhe von 2,5 Metern über Oberkante Fahrbahn und 3,5 Metern über Oberkante Gelände haben. Der höchste Punkt der Ortsumfahrung mit 7,9 Metern wird laut Thielemann kurz nach der nördlichen Brücke liegen.

40 Meter Durchmesser werden sowohl der Kreisverkehr Edelstetter Straße und auch der Kreisverkehr von Thannhausen her kommend aufweisen. Beide seien vergleichbar mit dem bestehenden Kreisverkehr im Norden von Thannhausen (Bäckerei Bosch), so Thielemann. Der Marktrat sprach sich für eine Beleuchtung der beiden Kreisel aus, da es auch um die Sicherheit der kreuzenden Radfahrer und Fußgänger gehe. Beschlossen wurde im Rat außerdem, dass die Brücke über den Kühgraben Unterer Riedweg ersetzt werden soll. Ferner stimmten die Markträte für die Einrichtung von Baustellenumfahrungen.

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