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Thannhausen

01.10.2019

In Thannhausen werden die letzten Steine gelegt

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3 Bilder
Tobias Mayr (links) und Helmut Körper verlegen Pflastersteine im Gewerbegebiet „Herrgottsberg“ Thannhausen. Die Erschließungsarbeiten an dem Gewerbegebiet sind fast abgeschlossen. 
Bild: Stefan Reinbold

Plus Mehrere Großprojekte in der Stadt Thannhausen stehen entweder kurz vor der Fertigstellung oder werden endlich angepackt. Was jetzt als nächstes ansteht.

Im milden Licht der Septembermorgensonne verlegen drei Arbeiter Pflastersteine in ein Kiesbett. Schwarz glänzt der Asphalt. Es ist der letzte Schliff, der zurzeit am neuen Gewerbegebiet „Herrgottsberg“ in Thannhausen angelegt wird. „Das Gewerbegebiet steht vor dem Abschluss“, bestätigt Bürgermeister Georg Schwarz. Rund 2,2 Millionen Euro hat die Stadt für die Erschließung der etwa 25000 Quadratmeter großen Fläche im Norden der Stadt investiert. Am Ende muss dieses Geld durch den Verkauf der Grundstücke auch wieder in die Stadtkasse fließen. Die Grundstücksverhandlungen mit den Interessenten aus der Wirtschaft sind aber derzeit noch ausgesetzt, erklärt der Bürgermeister. Der Grund sind schlechte Erfahrungen aus dem Verkauf der Grundstücke im Wohngebiet Beatussteig. Dort hat die Stadt die Flächen bereits vor der vollständigen Erschließung verkauft, was im Nachgang zu allerhand Irritationen und klärenden Gesprächen geführt habe, erläutert Schwarz.

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Probleme verlängern die Sanierung der Dreifachturnhalle Thannhausen

Daraus hätten die Verantwortlichen ihre Lehren gezogen. Wenn alles fertig ist, sehe man klarer, wie die Grundstücke letztlich gestaltet sind, wie sich das Gelände gestaltet und ob einem diese Bedingungen auch zusagen. Vonseiten der Stadt gebe es aber keinen Druck, die Flächen schnellstmöglich zu veräußern, sagt Schwarz. Man behalte sich im Stadtrat vor, eine Auswahl aufgrund gewisser Kriterien zu treffen. „Die Tendenz im Stadtrat geht dahin, die Flächen nicht zu verschleudern“, sagt Schwarz. Dabei spielten sowohl optische als auch politische Aspekte eine Rolle. Etwa was die Emissionen betrifft, die vom Betrieb ausgehen oder wie sich der Betrieb in die Struktur der städtischen Wirtschaft einfügt. Was den Preis der durch die Staatsstraße getrennten Flächen betrifft, wird der östliche Bereich aufgrund der wesentlich schwierigen Verhältnisse bei der Erschließung etwas teurer sein als der westliche Bereich.

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Maroder Trinkwasserspeicher muss saniert werden

Etwas weniger zügig schreitet die Sanierung der Dreifachturnhalle in der Stadt voran. So habe es Probleme mit undichten Stellen am Dach gegeben, teils, weil die Arbeiten nicht vollständig ausgeführt worden seien, sagt Schwarz. Bis klar war, wer dafür aufkommen muss, ging viel Zeit ins Land. Zeit, in der natürlich auch am Boden nicht weiter gearbeitet werden konnte.

Etwas weniger zügig schreitet die Sanierung der Dreifachturnhalle in der Stadt voran. Im März 2020 soll das Projekt aber fertiggestellt sein. (Archivbild)
Bild: Werner Glogger

Als Hemmnis erwiesen sich auch zwei Insolvenzen am Bau beteiligter Firmen. Um hierfür andere Firmen beauftragen zu können, müssten bestimmte Regularien eingehalten werden, die wiederum Zeit gekostet haben. Aktuell werden die Wände der Sportstätte mit einem Prallschutz verkleidet, demnächst können die Arbeiten am Boden beginnen. Bis Ende März kommenden Jahres sollen die Arbeiten Schwarz zufolge beendet sein. „Ich will die schon noch gerne selber in Betrieb nehmen“, witzelt Schwarz mit Blick auf das nahe Ende seiner Amtszeit im April 2020.

Bereits Ende 2020 hat Thannhausen einen wirksamen Hochwasserschutz

Noch in diesem Herbst sollen auch die Arbeiten für den lang ersehnten Hochwasserschutz in Thannhausen starten. Im Augenblick sei man mit dem Wasserwirtschaftsamt auf der Suche nach einem Termin für den Spatenstich. Erste Maßnahme des Mammutprojekts wird ein Sperrwerk an der Mindel im Süden der Stadt sein. Im kommenden Frühjahr wird dann parallel dazu auch der Damm im Westen der Stadt aufgeschüttet. Ende 2020 soll Thannhausen bereits einen wirksamen Schutz vor einem Hochwasser haben. Daran anknüpfend werden noch eher kosmetische Arbeiten wie die Bepflanzung des Deichs erledigt.

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Mit der Sanierung des Trinkwasserhochbehälters am Alpenblick soll noch Ende Oktober ein weiteres Großprojekt begonnen werden. Die Maßnahme wird laut Planung rund 670000 Euro kosten und in mehreren Etappen durchgeführt. Für die Thannhauser bedeuten die Arbeiten jedoch keine Einschränkungen bei der Trinkwasserversorgung. Da das Wasserbassin in drei Kammern unterteilt ist, kann jedes Becken getrennt saniert werden, erklärt Manfred Raupach vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft. Zusätzlich, so Raupach, verfügt die Stadt für alle Fälle über einen Trinkwassernotverbund mit der Staudenwassergruppe. „Wenn irgendetwas unvorhergesehenes passieren sollte“, kann dann Wasser über diesen Weg bezogen werden, beruhigt Raupach.

Mit der Sanierung des Trinkwasserhochbehälters am Alpenblick soll noch Ende Oktober ein weiteres Großprojekt begonnen werden.
Bild: Stefan Reinbold

Wann die Arbeiten am Hochbehälter abgeschlossen sind, lasse sich mit Blick auf die schwierigen Witterungsverhältnisse im Winter schwer vorhersagen, sagt Raupach. Nach der Sanierung könnten sich die Thannhauser über eine Qualitätsverbesserung ihres Trinkwassers freuen. Allerdings: Weniger Kalk wird nicht im Wasser sein. Solange das Grundwasser aus dem Kiesbett im Mindeltal gezapft wird, ändert sich am Kalkgehalt wenig.

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