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Kirchenkonzert

06.11.2018

Instrumente und Stimmen vereint im Konzert

Ein viel beklatschtes gemeinsames Konzert in der Pfarrkirche Sankt Ulrich in Aichen gaben der Musikverein Obergessertshausen und der Männerchor „Zusamklang“ Aichen. Es war ein knapp 90 Minuten langer Augen- und Ohrenschmaus.
Bild: Karl Kleiber

Obergessertshauser Musikanten und Männerchor Aichen boten ein Feuerwerk bezaubernder Melodien

Nach einem Jahr voller Übungs- und Aufbauarbeit wollen Musiker im Jahreskonzert zeigen, was sie geübt und gelernt haben und dies einem breiten Publikum präsentieren. Deshalb gaben die Musikkapelle Obergessertshausen und der Männerchor „Zusamklang“ Aichen in der St.-Ulrichs-Kirche ein Konzert, das keine Wünsche offenließ. Der Bogen spannte sich von traditioneller Blasmusik über besinnliche Lieder, bei denen die Akteure bis zu ihrer Leistungsgrenze gefordert waren.

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Die 32-köpfige Musikkapelle erhielt bereits für das Eröffnungsstück „Concert Fanfare“ viel Beifall. Volltönig kamen die abwechslungsreichen Sektionen, besonders das volle Blech, das die Fanfaren simulierte, bei den vielen Zuhörern an. Danach bat Dirigent Andres Simnacher auf Wunsch des neuen Pfarrers mit weiterem Applaus bis zum Ende des Konzerts zu warten.

Musikvorstand und Posaunist Martin Schuster begrüßte die Gäste wie auch Georg Scherer, der Chef des Gesangvereins.

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Nun stellte sich der 20-köpfige Männerchor mit Dirigent Christoph Maurer am Altarraum auf. „Dies ist der Tag des Herrn“ (Melodie: John Derwall/Text: Klaus Heinzmann) war das Eröffnungsstück. Bei „Oh Herr, welch ein Morgen“ von Otto Groll wurde Gottes Freundlichkeit gepriesen. Viele Jodler konnte man beim Lied „Heast es net“ hören, das aus der Feder des bekannten Künstlers Hubert von Goisern stammt. Hier konnte der gut gestimmte Chor seine ganze Bandbreite zeigen, auch die einzelnen Interpreten kamen beim Publikum sehr gut an.

Auch bei dem anspruchsvollen Stück „Mountains Winds“ von Martin Scharnagel hatte Dirigent Simnacher den ausgeglichenen Klangkörper stets im Griff und seine Akteure folgten seinem Stab. Die beeindruckenden Trompetensoli verschiedener Musiker verkörperten imponierend die Winde der Berge, einmal sanft und dann wieder recht stürmisch. Holz und Flöten kamen mit ihren Zwischenspielen gut zur Geltung.

„The Sound of Silence“ (Der Klang der Stille) gehört heute zu den 500 besten Songs aller Zeiten. Von Stille war bei der sinfonischen Rock-Version nichts zu spüren, denn das Werk begann volltönend und drohte im Fortissimo fast den Kirchenraum zu sprengen, um dann schlagartig in ein Piano zu fallen, in dem dann Tenorhörner, Holz und Saxofon in den Vordergrund rückten.

Es folgte das Lied „Abend wird es wieder“, eine Hymne an den Feierabend. Bei „Vom Flügel eines Engels berührt“ wurde der Schutz des Herrgotts besungen. Abschließend intonierte der Chor Ludwig van Beethovens (Melodie) und Friedrich Schillers (Text) „Freude schöner Götterfunken“, das seit 1972 die offizielle Hymne des Europarates ist. Mancher Zuhörer wippte mit dem Fuß rhythmisch mit.

„Amen“ hieß anschließend ein feierliches Stück der homogenen Kapelle. Das andächtige, ergreifende Hauptthema wurde vom Solo-Bariton vorgestellt. Flöten und Trompeten brachten das zarte, zweite Thema zum Erklingen. Nach dem sich steigernden Stück mussten nicht nur die Musiker, sondern auch die Zuhörer erst einmal tief Luft holen.

Beim Schlussstück der Kapelle –„Imagasy“ von Thiemo Kraas, einem der begabtesten deutschen Komponisten der jüngsten Generation gab es wunderbare Soli aus den oberen Tenor- und Basslagen.

Der lang anhaltende Applaus der begeisterten Zuhörerschaft forderte eine Zugabe, die dann mit dem gemeinsam vorgetragenen Lied „Wahre Freundschaft“ auch gegeben wurde. Die Besucher sangen kräftig mit.

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