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Ist uns sauberes Wasser bald nicht nur lieb, sondern auch teuer?

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Kommentar Von Stefan Reinbold
10.09.2019

Wasser scheint schier unerschöpflich, doch der Schein trügt. Gefährdet ist vor allem die Qualität des Trinkwassers.

Wasser, so scheint es hierzulande, ist unerschöpflich. Aber genauso wenig wie das Geld aus dem Automaten kommt, kommt das Wasser einfach so aus dem Hahn. Einen ersten Vorgeschmack darauf, was Wasserknappheit bedeutet, konnte man im Sommer 2018 erleben. Glücklicherweise leben wir diesbezüglich im Landkreis Günzburg in einer Gunstregion. Die Wasserreserven regenerieren sich dank ausreichender Versorgung von oben immer wieder von selbst.

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Was die Quantität betrifft, gibt es bislang keinen Mangel. Bei der Qualität sieht es etwas komplizierter aus. Zwar haben die Kommunen durch umsichtige Planung und Wassernotverbünde – also Verbindungen zum Netz anderer Wasserversorger – frühzeitig vorgesorgt. Trotzdem ist die Sauberkeit unseres Trinkwassers keine Selbstverständlichkeit.

So ist nicht abschließend geklärt, welche Wirkungen all die Stoffe, die die Industriegesellschaft hervorbringt und ins Wasser einträgt – von Glyphosat bis Mikroplastik – auf uns Menschen haben. Während die Landwirtschaft in großem Stil Soja importiert und Fleisch und Milch in alle Welt exportiert, bleibt der Mist bei uns. Das ändern auch schärfere Düngeverordnungen nicht. Der Aufwand, Trinkwasser bereitzustellen, wird steigen, wenn wir so weiter machen. Spätestens dann ist uns sauberes Wasser nicht mehr nur lieb, sondern auch teuer.

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