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30.06.2009

Jugendbetreuung: Entscheidung vertagt

Krumbach (pb) - Wer soll in Krumbach Quartiersmanager sein und damit auch die Jugendarbeit maßgeblich betreuen? Bürgermeister Hubert Fischer hoffte, dass die Entscheidung in der Stadtratssitzung am 29. Juni fällt. Doch in der jüngsten Sitzung wurde die Entscheidung vertagt. Die Vertreter verschiedener Fraktionen sahen noch Klärungsbedarf bezüglich der Finanzierung und der Konzepte der Bewerber.

Das Jugendzentrum, das sich derzeit im Bau befindet, soll nach Auskunft von Fischer bis September fertig sein. Die Stadt hat sich prinzipiell dafür entschieden, einen sogenannten Quartiersmanager zu beschäftigen. Dieser könnte sich auch um die Jugendarbeit kümmern, aber auch ein ganzes Bündel weiterer Aufgaben (das Miteinander der Generationen, von Einzelhandel, Gastronomie und Freizeit) übernehmen. Wo aber sollen konkret die Schwerpunkte liegen? Welche Kosten fallen an und was wird wie gefördert? Diese Punkte beschäftigen die Krumbacher Kommunalpolitiker schon seit einiger Zeit.

Drei Bewerber hatten sich im Mai im Stadtrat vorgestellt: Rainer Hosser, der aus Krumbach stammt und unter anderem seit 2003 Quartiersmanager in Bobingen ist, die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg und das Diakonische Werk in Memmingen. Dieses zog aber laut Bürgermeister Fischer seine Bewerbung inzwischen zurück.

Die Frage der Förderung

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Stadtbaumeister Björn Nübel sagte, dass laut Regierung von Schwaben rund 20 bis 28 Wochenstunden förderfähig seien, aber keine Vollzeitstelle. Die offene Kinder- und Jugendarbeit könne nicht über den Bereich des Quartiersmanagements gefördert werden.

Gerhard Weiß (CSU-Fraktionsvorsitzender) bedauerte, dass es "keine ausreichende Sitzungsvorlage" gebe. Man wolle entscheiden, könne dies aber nicht. Bezüglich der Finanzierung sei eine exakte Vorlage notwendig. Weiß und auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Christoph Helmes betonten die Bedeutung der Jugendarbeit, die am Ausgangspunkt der Überlegungen gestanden habe. Auch Helmes sagte, dass mit Blick auf die Finanzierung eine exakte schriftliche Vorlage notwendig sei. Albert Kaiser (JW/OL) meinte, dass der Katholischen Jugendfürsorge der Vorzug zu geben sei. Sie habe bei der Betreuung von Jugendzentren gute Referenzen.

Dr. Marcus Härtle (UFWG) hob hervor, dass auch Hosser im Bereich der Jugendarbeit (Streetwork) große Erfahrungen habe. Bezüglich des Themenbereichs Quartiersmanagement sehe er bei der Katholischen Jugendfürsorge noch Klärungsbedarf. Auf Antrag von Weiß und Helmes wurde die Entscheidung gegen die Stimme des Bürgermeisters vertagt.

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