Newsticker
RKI warnt vor Überschätzung von Selbsttests in der Pandemie-Bekämpfung
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Junge Mongolen statten der Region einen Besuch ab

Krumbach/Thannhausen

31.01.2019

Junge Mongolen statten der Region einen Besuch ab

Im Rahmen eines Austauschprogrmmes der Thannhauser Rotarier waren junge Gäste aus der Mongolei zu Besuch.
Bild: Rotary Club

Fünf junge Mongolen besuchen den Rotary Club Thannhausen. Die Gäste zeigen sich beeindruckt von Mittelschwaben. Der Club plant bereits weitere Projekte.

Ein gemeinsames Kochen landesüblicher Speisen aus der Mongolei war eines der Highlights des Besuches von fünf jungen Mongolen bei den Gastgebern, dem Rotary Club Thannhausen. Es gab Teigbällchen mit Fleischfüllung und eine deftige Krautsuppe mit Paprika. Von Anfang bis Ende Januar waren die fünf jungen Leute im Rahmen eines Kulturaustausches, des „New Generation Service Exchange“ des Clubs, in Thannhausen und Krumbach zu Gast. Sie wohnten bei den Familien der Rotary-Mitglieder.

Im September vorigen Jahres waren junge Leute aus dem Distrikt in der Mongolei, um dort Land und Leute kennenzulernen. So kam es zu einer Gegeneinladung an die Mongolen. An dem Austausch können Jugendliche von 18 bis 30 Jahren teilnehmen. Das Austauschprogramm fördere, so Rotary-Mitglied Claudia Prommersberger-Fischer, das Verständnis und die Akzeptanz anderer Kulturen. Der Rotary Club ist bestrebt, den jungen Menschen in der Zeit ihres Aufenthaltes viel zu bieten. So gab es für die Besucher unter anderem einen Praktikumstag im Kinderschutzbund Thannhausen, am Krumbacher Gymnasium und an der Kreisklinik Krumbach. Die Gäste waren sehr beeindruckt. Viele der Besucher haben einen Beruf wie Arzt oder Ingenieur und sind daher sehr interessiert, wie alles hier in Deutschland läuft. Besonders interessant war ein Besuch in Roggenburg, die Besichtigung der Kirche und des Museums. Ein eigens organisiertes Orgelkonzert gefiel den Besuchern aus der Mongolei sehr. Die Kommunikation zwischen Besuchern und Gastgebern verlief harmonisch und freundschaftlich. Die Verständigung war kein Problem, denn alle sprechen Englisch.

Die jungen Mongolen kommen aus ihrer Hauptstadt Ulaanbaatar. Die Zeit ihres großen Khans liegt weit zurück. Es sind junge moderne Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen und gerne in andere Länder reisen, um dort die Kultur, die Lebensweise und Religionen anderer Menschen kennenzulernen.

Die Mongolen revanchierten sich für die Gastfreundschaft

Mit einer Leinwandprojektion über ihre Heimat, der Mongolei, revanchierten sich die Gäste mit einem Vortrag über ihr Land und ihre Kultur. Für die Mitglieder des Rotary Clubs war es ein höchst interessanter und lehrreicher Abend. Der Rotary Club ist mit einer internationalen Vernetzung mit der ganzen Welt verbunden. Claudia Prommesberger-Fischer schätzt diese Art der Verbindung mit der Welt sehr. Sie ist für das gesamte Jugendprogramm zuständig und betreut 51 Distrikte. Günter Müller ist der Präsident des Rotary Clubs Thannhausen – beide „Jobs“ gelten für ein Jahr. Jeder im Club soll die Möglichkeit haben, sich den Clubaufgaben in führenden Positionen zu widmen. Der Rotary Club arbeitet mit anderen Rotariern zusammen. Sie alle setzen sich stark für soziale Projekte ein. Claudia Prommesberger-Fischer sind regelmäßige Impfung gegen Polio in der Dritten Welt ein ganz besonderes Anliegen. Jede Woche ist im Hotel Schreieggs Post in Thannhausen eine Versammlung, bei jedem Meeting gibt es einen Vortrag.

Über 36 Mitglieder hat der Rotary Club Thannhausen. Geplant ist in Zukunft ein Austausch mit jungen Menschen aus Mexiko, Alaska, Indien und Taiwan. Jeder, der Lust hat, einmal in die Welt zu ziehen, um Land und Leute kennenzulernen, kann sich beim Rotary Club Schwäbischer Barockwinkel in Thannhausen melden.

Für die Besucher aus der Mongolei hieß es Ende Januar Abschied nehmen. Abschied von den Menschen, die ihnen schon nach kurzer Zeit ans Herz gewachsen sind. Es hieß auch Abschied nehmen von einem Land, das sie überrascht und sehr beeindruckt hat. Dieser Austausch war eine wichtige und spannende Erfahrung für die Gäste aus der Mongolei und den Gastgebern.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren