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26.07.2010

Kaltern-Partnerschaft: Der seidene Faden hält weiter

Die neue Bürgermeisterin von Kaltern, Gertrud Benin Bernard, ist seit 16. Mai 2010 im Amt. Foto: Glogger
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Die neue Bürgermeisterin von Kaltern, Gertrud Benin Bernard, ist seit 16. Mai 2010 im Amt. Foto: Glogger
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Krumbach/Kaltern "Der seidene Faden hält", lautet der Titel eines MN-Buches über Wirtschaftswunder und den Neuanfang in Mittelschwaben 1945 bis 1965. In der Darstellung spielt auch die Musikpartnerschaft Krumbach-Kaltern, die in den 50er Jahren entstand, eine maßgebliche Rolle. Diese Partnerschaft erhalten und pflegen: Das ist ein wichtiges Anliegen der neuen Kalterer Bürgermeisterin Gertrud Benin Bernard.

Zarte Bande knüpfte 1957 der Musikverein Krumbach unter seinem agilen Vorstand Karl Kling nicht nur zu Musikern aus Kaltern in Südtirol, sondern zur gesamten Bevölkerung. Mit einem grandiosen Besuch in der Marktgemeinde wurde diese Freundschaft vor mehr als einem halben Jahrhundert begonnen und das Freundschaftsband im Lauf der Jahre in zahlreichen gegenseitigen Treffen weiter gefestigt. Maßgeblichen Anteil an einer lebendigen Fortführung der Beziehungen auch bei der nachfolgenden Generation hatte dabei Kalterns Bürgermeister Wilfried Battisti Matscher. Fast vier Jahrzehnte stand er der Weinmetropole, die während dieser Zeit einen wirtschaftlichen Aufschwung verzeichnete und zu einem Begriff in ganz Europa wurde, vor. Zu den im Mai dieses Jahres anstehenden Wahlen konnte er bedingt durch das Wahlrecht in Italien nicht mehr kandidieren.

Mit überwältigender Mehrheit wählten die Bürger Kalterns mit Gertrud Benin Bernard erstmals eine Frau als Bürgermeisterin. "Es war mir immer eine Herzensangelegenheit, die partnerschaftlichen Beziehungen von Kalterer Vereinen zu fördern und zu unterstützen.

Dieser gegenseitige Austausch war für beide Seiten fruchtbar", bekannte Battisti in einem privaten Schreiben und weiter: "Ich bin davon überzeugt, dass sich auch mein Nachfolger beziehungsweise meine Nachfolgerin für die Fortsetzung dieser freundschaftlichen Beziehungen einsetzen wird."

Kaltern-Partnerschaft: Der seidene Faden hält weiter

Dass dem so ist, bestätigte die neue Bürgermeisterin in einem Gespräch mit den Mittelschwäbischen Nachrichten.

Frau Bürgermeisterin, Sie sind jetzt seit 16. Mai im Amt. Macht Ihnen Ihre Arbeit als erste Frau in der Marktgemeinde Spaß?

Gertrud Benin Bernard: Ich habe einen großen Aufgabenbereich zu betreuen. Unsere Einwohnerzahl ist auf 7500 angewachsen und da gibt es viel zu tun. Trotzdem gefällt mir meine Arbeit und ich versuche im Gemeindeparlament, das aus vier Parteien, bzw. Wählergruppen mit zwanzig Mitgliedern, darunter fünf Frauen, besetzt ist, gemeinsam anstehende Probleme zu lösen.

Werden Sie sich auch weiterhin für partnerschaftliche Beziehungen, speziell zu Krumbach und dem Musikverein einsetzen?

Benin: Momentan ist mir noch manches fremd auf diesem Gebiet und ich muss mich erst einarbeiten. Grundsätzlich möchte ich diese Partnerschaft, die unsere Bürgerkapelle unterhält, nach besten Kräften unterstützen und weiterhin fördern. Um die maßgeblichen Leute und die Stadt selbst kennenzulernen, habe ich vor, während der Festwoche Krumbach zu besuchen.

Stadt und Musikverein würden sich über den Besuch sehr freuen. Vielen Dank für das Gespräch.

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