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Konzert

16.06.2012

Kammermusik vom Feinsten

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Der Auftritt von Annalena Kolb war einer der Höhepunkte.

Jubiläums-Matinee der Musikschule Kolb im Simpert-Kraemer-Gymnasium

Krumbach Die 1992 gegründete private Musikschule Kolb veranstaltete anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens im Musiksaal des Simpert-Kraemer-Gymnasiums eine Konzertmatinee mit anspruchsvoller Kammermusik.

Eingeleitet wurde das Programm mit dem ersten Satz aus dem Posaunenkonzert von Launy Gröhndahl. Mit wuchtiger Klangdichte im Solopart gestaltete Markus Kolb, am Klavier einfühlsam begleitet von Silvia Kolb, einen glänzenden Auftakt. Die 22-jährige Natalie Kolb präsentierte einen Teil ihres diesjährigen „Bachelor of Music“-Examensprogramms und überzeugte bei der „Premiere Sonate“ für Klarinette und Klavier von François Devienne mit einer brillanten und kontrastreichen Interpretation. Mit perlend leicht dahinfließenden Klanggirlanden und zärtlichem, wie gehaucht wirkendem Spiel beeindruckte die junge Klarinettistin das Publikum.

In die Herzen der Zuhörer spielten sich die beiden jüngsten Künstler: Der zehnjährige Marius Kolb mit dem technisch einwandfreien, auswendig vorgetragenen dritten Satz aus der Klaviersonate A-Dur KV 331 von Wolfgang Amadeus Mozart, besser bekannt als „Rondo alla Turca“, und der erst neunjährige Elias Kolb mit dem Bauerntanz von Gurlitt auf der Violine. Beide Brüder zeigten ihr vielfältiges musikalisches Talent mit jeweils zwei Solovorträgen auf verschiedenen Instrumenten. Marius brachte mit dem „Zürcher Marsch“ von Jan Koetsier heitere, zeitgenössische Variationen für Posaune und Klavier zu Gehör und Elias kam mit dem witzig-frechen „Rondo for Lifey“ von Leonhard Bernstein, ebenfalls auswendig vorgetragen, beim Publikum sehr gut an.

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Expressive Romantik folgte mit der „Fantasie über den Sehnsuchtswalzer von Franz Schubert“, komponiert von Franz Strauß für Waldhorn und Klavier. Der Auftritt der 16-jährigen Waldhorn-Jungstudentin Annalena Kolb war einer der musikalischen Höhepunkte des Konzerts. Weich und träumerisch im Klang und mit einem hohen Maß an technischer Versiertheit ließ die Solistin dieses romantische Tongemälde brillant aufleuchten.

Markus Kolb entführte mit „Pantomime“ von Philip Sparke in eine Welt der großen Artisten. Mit einem lebendig geführten Dialog zwischen Eufonium und Klavier wurde höchste virtuose Musizierkunst dargeboten. Mit „Scaramouche“ von Darius Milhaud in einer Fassung für Soloklarinette und Klavier bereitete Natalie Kolb mit dem lebendigen ersten Satz, dem hauchzarten 2. Satz „Modéré“ und der temperamentvollen, heißblütigen „Brazileira“ schließlich ein effektvolles Finale. (pm)

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