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Entwicklung

05.02.2015

„Kein Papiertiger, sondern ein Mann der Tat“

Architekt Franz Arnold (links) und Baurätin Julia Geiger unterstützen Norbert Weiß bei der Erstellung eines Gemeindeentwicklungskonzeptes.
Bild: Emil Neuhäusler

Rat beauftragte einen Architekten, die Potenziale in Deisenhausen zu optimieren. Bürger sollen sich beteiligen

Die Gemeinde Deisenhausen beteiligt sich am staatlichen Förderprogramm „Gemeindeentwicklungskonzept“. Unterstützt wird sie dabei vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE), Krumbach, und einem Architektenbüro, das über Erfahrungen in der Orts-, Städte-, Feiraum- und Landschaftsplanung verfügt.

In der jüngsten Deisenhauser Gemeinderatsitzung bekamen zwei Architekten die Möglichkeit, sich dem Gemeinderat für diese Aufgabe zu empfehlen. Ausgewählt wurde, wie Bürgermeister Norbert Weiß nach der Entscheidung in nicht öffentlicher Sitzung gegenüber den MN mitteilte, Dipl.-Ing. Architekt BDA Franz Arnold aus Memmingen. Das Programm „Gemeindeentwicklungskonzept“ wird von staatlicher Seite mit bis zu 75 Prozent, maximal 50000 Euro, gefördert. Es eröffnet Kommunen die Möglichkeit, die vorhandenen Potenziale einer Gemeinde zu optimieren, Entwicklungskonzepte auszuloten und mithilfe der gewonnenen Erkenntnisse Maßnahmen in die Wege zu leiten, die das Leben in einer Landgemeinde attraktiver machen. Von größter Bedeutung bei der Entwicklung eines Zukunftskonzeptes ist die aktive Mitarbeit möglichst vieler Mitbürger.

In der Gemeinderatssitzung stellten sich zwei Architekten vor, wobei Architekt Arnold aus Memmingen mit seinen Ausführungen die Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder überzeugte. Er sei „kein Papiertiger, sondern ein Mann der Tat“. Er wolle stets ein konkretes Ergebnis, stellte sich Arnold vor. Er zeigte Projekte, die er bisher verwirklicht hat und in denen er Erfahrungen sammeln konnte, die er in das Gemeindeentwicklungskonzept von Deisenhausen einbringen will. Darunter fanden sich Objekte wie Gemeindehäuser, Dorfwirtschaften, Generationenhäuser, Niedrigenergiehäuser, Ortsrahmenpläne, Dorfläden, Auffüllen von Dorflücken, Bau von attraktiven Wohnstraßen, Durchführung von Dorferneuerung und Bebauungspläne mit integrierten Grünflächen. Arnold hatte sich schon im Vorfeld des Vorstellungsgespräches intensiv mit dem Istzustand der Gemeinde befasst, hat Schwachstellen erkannt aber auch viel Positives gesehen. Er verwies in einer Lichtbildershow auf wunderschöne Bausubstanz, oft mit Fachwerk versehen, die „echte Qualität“ aufweise und Identifikationspunkte für die Einwohner darstelle. Mit dem Vorzeigen von Urkatasterkarten der einzelnen Ortsteile setzte er ein deutliches Zeichen, dass man bei der Entwicklung eines Zukunftskonzeptes auch in die Vergangenheit schauen müsse. Dinge, mit denen die Menschen sich und ihre Geschichte identifizieren, sollte man erhalten und nicht verschandeln, forderte er. Bevor es zur Auftaktveranstaltung des Gemeindeentwicklungskonzeptes kommt, möchte Arnold eine detaillierte Bestandsaufnahme als Grundlage für Bürger-Arbeitskreise, die im Laufe des Verfahrens gebildet werden, vornehmen und auch Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen.

Bürgermeister Weiß hofft nun, dass sich möglichst viele Bürger zu dem am 13./14. März stattfindenden Seminar an der Schule der Dorf- und Landentwicklung Thierhaupten bei ihm, einem Gemeinderat oder im Rathaus anmelden. In diesem sollen Schwächen und Stärken der Gemeinde herausgearbeitet werden.

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