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Bühne

14.11.2018

Kein Platz für Liebe, aber für viel Humor

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Zum ersten Mal in 28 Jahren konnte sich Christl Widy (Mitte) ein Stück der Breitenthaler Theaterspieler in Ruhe anschauen. Die 70-Jährige war jahrzehntelang im Breitenthaler Vereinsheim im Einsatz. Zum Ruhestand gab es Geschenke von den Vereinen, vertreten durch Lukas Schlosser (links) und Hermann Jehle.

Die Theaterabteilung der DJK Breitenthal gibt Einblicke in ein turbulentes Treiben im Hotel. Und dann steht an diesem Premierenabend auch die langjährige Bedienung des Breitenthaler Vereinsheims im Focus

Ein Paar in den Flitterwochen, ein Arzt und seine Sprechstundenhilfe in den angeblichen Flitterwochen, die Frau des Arztes und ein Musiker und seine Frau teilen sich ein Hotelzimmer bei einem Musikfestival: Was nach dem Anfang eines Witzes klingt, versprach den Theaterbesuchern in Breitenthal einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Abend. Denn bei so vielen Gästen in einem Zimmer wie auf der Theaterbühne der DJK Breitenthal ist „Kein Platz für Liebe“, wie der Name der Komödie von Anthony Marriott und Bob Grant bereits verrät.

Dabei wollte der Allgemeinmediziner Dr. Georg Gerber (Markus Lecheler) doch eigentlich ein romantisches Wochenende mit seiner Sprechstundenhilfe Michi Unsleber (Lisa Gumpert) verbringen - natürlich, ohne dass es seine Frau erfährt. So mietet er sich als „Herr Schmitt“ ins Hotel ein. Als der Arzt dann auf dem Hotelflur auf seine Frau Winifred (Monika Kober) trifft, scheint das Chaos schon perfekt. Die musste kurzfristig als Harfenistin beim Musikfestival einspringen und wundert sich, ihren Gatten zu treffen, der sich eigentlich in den Golfurlaub verabschiedet hatte. Ein paar Ausreden später plant Winifred, in das Zimmer ihres Mannes zu ziehen - sehr zum Leidwesen des Portiers (Hermann Jehle), der den großen Harfenkoffer über den Flur tragen muss.

Der Arzt versucht unterdessen, seine Geliebte vor seiner Frau zu verstecken und sie in einem anderen Zimmer unterzubringen – eine schier unmögliche Aufgabe, sind doch alle Räume durch das Musikfestival und ein junges Paar in den Flitterwochen ausgebucht. Die beiden Frischverheirateten werden vom Hotelmanager (Franz Keller) schließlich im gleichen Zimmer untergebracht. Herr und Frau Schmitt (Wolfgang Alstätter und Brigitte Häußler), ein sehr schüchternes junges Paar, wollen im Hotel eine ganz besondere Nacht verbringen. Bei so vielen Gästen, die sich ein Zimmer teilen, landet der „echte“ Herr Schmitt aber nacheinander mit fast jedem anderen Gast im Bett. Schließlich werden noch der Hornist Horst Weiss (Roland Marz) und seine Frau Evelyn (Angelika Schlosser) im Zimmer des jungen Paares einquartiert. Zahlreiche Zimmerwechsel und eine Namensverwechslung mit dem echten und dem falschen Herrn Schmitt – das Chaos auf den Hotelfluren steigt.

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So wie die Stimmung der Zuschauer. Ein gut durchdachtes und mit vielen Details versehenes Bühnenbild gepaart mit der glänzend auf die Rollen abgestimmte Maske von Claudia Marz und Anna Schmid unterstreicht die Perfektion der Breitenthaler Theaterspieler und tragen zu einem rundum gelungenen Abend bei. So scheint auch die Souffleuse Anneliese Krones einen entspannten Abend zu haben – große Texthänger schienen die mittlerweile sehr erfahrenen Schauspieler des Breitenthaler Sportvereins jedenfalls nicht zu haben.

Entspannt war der Abend auch für die langjährige Bedienung im Vereinsheim, Christl Widy, die zum ersten Mal in 28 Jahren ein Theaterstück der Breitenthaler Spieler im Sitzen genießen konnte. Mit 70 Jahren hat sich Widy vor Kurzem als Bedienung der Gaststätte im Vereinsheim zur Ruhe gesetzt und wollte einfach nur einen netten Abend beim Theater verbringen. Dass sie am Ende mit einem Geschenkkorb und einem Gutschein für freien Eintritt zu allen Veranstaltungen der Breitenthaler Schützen, des Musik- und des Sportvereins nach Hause geht, hatte sie nicht erwartet. Für die Vereine war es jedoch der ideale Rahmen, einer so wichtigen Frau für ihr außergewöhnliches Engagement zu danken – ein Dank, den die überraschte „Christl“ auch direkt an „ihre“ Bedienungen weitergab.

von „Kein Platz für Liebe“ sind am Freitag 16., Samstag 17., Sonntag 18., Freitag 23., Samstag 24. und Sonntag 25. November. Die Aufführungen an Freitagen und Samstagen beginnen jeweils um 20 Uhr, sonntags bereits um 18 Uhr. Während die Samstage bereits ausverkauft sind, können für die anderen Aufführungen noch Restkarten reserviert werden: per Telefon von Montag bis Freitag von 18 bis 19 Uhr unter 0162/4849667 oder über Reservierungs-Anfrage per E-Mail an vorverkauf@theater.djkbreitenthal.de

Eine Bildergalerie gibt es unter

mittelschwaebische-nachrichten.de/lokales

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