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16.03.2009

Kein Schönheitspreis, aber drei Punkte

Schrobenhausen (ica) - Dragan Ninkovic liebt das schöne Spiel fast so sehr wie das erfolgreiche. Häufig schon war der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfR Jettingen in Rage, wenn sein Team den Unterhaltungswert einer Begegnung vernachlässigt hatte. Umso überraschender wirkte seine Milde gestern Abend, nachdem der haushohe Favorit beim Prügelknaben der Liga in Schrobenhausen knapp mit 2:1 gewonnen hatte. "Nur das Ergebnis zählt. Wir haben noch Zeit, uns besser zu organisieren", sagte Ninkovic auf dem Weg zum Mannschaftsbus - um nach einer kurzen Pause immerhin anzumerken, dass seine Jungs den Kontrahenten trotz aller Ermahnungen vielleicht doch auf die allzu leichte Schulter genommen hatten.

Auch der VfR-Abteilungsleiter grämte sich nicht über den verpassten Schönheitspreis. "Okay, drei Punkte. Das ist ein erfreulicher Start", urteilte Ferdinand Glogger, der aufgrund einer Erkrankung zu Hause bleiben musste, sich aber selbstverständlich sofort nach Ende der Partie informieren ließ.

So kann man es, so darf man es vermutlich sehen nach einer langen Winterpause und einem Spiel, vor dem jeder sogenannte Experte nur über die Höhe des zu erwartenden Jettinger Sieges geredet hatte.

Doch Schrobenhausen, das im Herbst schon mal zweistellig verloren hatte und punktlos das Tabellenende ziert, scheint sich nicht mehr kampflos in sein Schicksal zu ergeben. Zumindest standen die Gastgeber gestern vor 150 Zuschauern in der Defensive ziemlich gut, kämpften wacker und waren nicht gerade leicht auszuspielen. Hätte Jettingen wenigstens eine von drei Top-Möglichkeiten in den ersten zehn Minuten genutzt, wäre das Resultat vielleicht dennoch klar ausgefallen. So aber führte urplötzlich und aus dem Nichts der Außenseiter: Ein Sonntagsschuss von Schaller landete in der 25. Minute im VfR-Tor.

Jettingen schüttelte sich kurz und spielte dann konzentrierter Richtung Erfolgserlebnis. Vjeran Dragas besorgte noch vor dem Seitenwechsel den Ausgleich (42.) und im zweiten Durchgang gelang Adnan Akyel (70.) ein wunderschönes Tor. Rainer Mayer verpasste die dickste Chance auf das 3:1, indem er in der 78. Minute mit einem Elfmeter an Torwart Eichhorn scheiterte. Weil Schrobenhausen zu diesem Zeitpunkt praktisch gar nicht mehr aus der eigenen Hälfte kam, geriet der Sieg "eigentlich nie in Gefahr", wie Ninkovic bemerkte.

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