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Gemeinderat

14.03.2020

Kinder-Tagesstätte um- oder neu bauen?

Die Kinder-Tagesstätte „Maria Immaculata“ in Balzhausen soll in Bälde umgestaltet und erweitert werden. Dafür wurde den Räten eine Machbarkeitsstudie vorgestellt, aber noch nichts entschieden.
Bild: Karl Kleiber

Architekt Thomas Müller stellt Machbarkeitsstudie für die mögliche Umgestaltung der Balzhauser Sozialeinrichtung vor. Mit welchen Möglichkeiten sich die Kommunalpolitiker beschäftigen

Für viel Diskussionsstoff sorgte bei der Balzhauser Gemeinderatssitzung, die von der Gemeinde in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie für die Erweiterung des Kindergartens „Maria Immaculata“ samt Kinderkrippe. Thomas Müller von der gleichnamigen Architekten-GmbH aus Krumbach stellte sie vor. Er zeigte vier Varianten auf, die alle ihre Vorteile und Nachteile hätten, stellten die Räte fest. Deshalb kam es zu keiner Entscheidung, wie und was gebaut werden soll. Seit Jahren steht die Umgestaltung und Erweiterung des gemeindlichen Kindergartens im Raum. Er wird von der katholischen Kirchenstiftung St. Vitus Balzhausen betrieben. Zum einen herrscht in Hort und Krippe, die vor etlichen Jahren angebaut wurde, räumliche Not. Zum anderen sind schon länger von der Aufsichtsbehörde fehlende Schutzmaßnahmen angemahnt, erwähnte Bürgermeister Daniel Mayer, der das Wort an Müller weitergab.

Bei Variante 1, so Müller, bleibt der bisherige Kindergarten bestehen und es ist ein geräumiger Anbau im Westen mit drei Gruppenräumen im Südteil und Funktionsräume im Nordteil vorgesehen. Dadurch wird der umgebende Gartenteil um runde 350 Quadratmeter kleiner, hätte aber immer noch rund 970 Quadratmeter. Der bisherige Südeingang wird in jedem Modell auf die Nordseite verlegt.

Variante 2 sieht vor: Abriss des alten Kindergartens. Die Kinderkrippe hat bei allen Modellen Bestand, wird aber räumlich umgestaltet. Der Ersatzbau könnte in V-Form erfolgen, wobei in der Mitte ein großer Spielflur entstehen würde.

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Bei Variante 3 schlug Müller einen zweigeschossigen Neubau vor. Dadurch bekommt die Sozialeinrichtung ein ganz anderes Gesicht mit viel Raum. Ins Erdgeschoss kämen nur eine Kindergarten-Gruppe sowie alle Mehrzweck- und Funktionsräume. Im Obergeschoss würden zwei Kindergruppen, eine Küche sowie Ruheräume und eine geräumige Speisehalle Platz finden. Eine Außentreppe führt zum Garten. Des Weiteren wären noch Räume für eine spätere Erweiterung vorhanden. Im Westteil ist eine geräumige Dachterrasse vorgesehen.

Als funktionalen, zweigeschossigen Kompaktbau bezeichnete der Planer Variante 4. Hier würden die Ausmaße des bestehenden Horts bis auf die westliche Zimmerflucht in etwa beibehalten werden. Im Erdgeschoss wären keine Kinder mehr, denn alle drei Gruppen samt Sanitär-Einrichtungen, Ruheräume und Speisesaal würden ins Obergeschoss verlagert werden. Es wären auch noch drei Räume für eine eventuelle Erweiterung vorhanden, schloss Müller. Auf die Kosten angesprochen erklärte der Planer, dass ein Neubau mit Umbau der Kinderkrippe auf geschätzte 3,2 Millionen Euro kommen könnte. Würde man den Altbau beibehalten, der immerhin schon 45 Jahre auf dem Buckel habe, würde die Maßnahme etwa 600000 Euro billiger kommen. Müller weiter, er stelle heute nur seine Machbarkeitsstudie vor, was letztendlich gemacht wird und was es kostet, werde erst später entschieden.

Nun entspann sich eine rege Diskussion, ob der Altbau erhalten bleiben soll oder neu gebaut wird. Die Bürgermeister Mayer und Adelinde Baur favorisierten einen Neubau, da ohnehin gesetzlich vorgeschriebene Schutzverordnungen schon öfters angemahnt wurden und man habe kein umgebautes Haus.

Bauamtsleiter Stephan Martens-Weh von der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Thannhausen erläuterte dazu, dass die Planung und Bedarfsberechnung der Kommune obliegt. Das Landratsamt prüfe nur, ob die Planung gerechtfertigt ist. Mayer war der Meinung, man solle vorsorgen und für die Zukunft planen. „Wenn wir einen Förder-Bescheid bekommen, sollen wir Pläne vorlegen können.“ Er wolle eine grundsätzliche Entscheidung und wissen, „wie machen wir in der Planung weiter und welche Variante solle weiter verfolgt werden“.

Herbert Scheffler wollte im Moment noch nicht entscheiden und bat sich Bedenkzeit bis zur nächsten Sitzung aus. Dieser Antrag wurde von etlichen Räten unterstützt. Der Bauamtsleiter unterstützte das Ansinnen der Räte, wollte aber auch eine zeitnahe Entscheidung, damit der VG weitere Schritte einleiten könne. Mayer wollte dies so nicht stehen lassen und beharrte auf einen Grundsatz-Beschluss ob die Maßnahme weiterfolgt werden solle. Die Zustimmung fiel einstimmig aus.

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