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Ziemetshausen

14.07.2020

Kita-Neubau in Ziemetshausen soll mehr Betreuungsplätze bringen

Um das Kinderhaus „Märcheninsel“ nicht bis zum Ende seiner Kapazität auszulasten, plant der Markt Ziemetshausen einen zweigruppigen Neubau. Danach soll der bestehende Hort (unser Bild) grundlegend saniert und erneuert werden.
Bild: Karl Kleiber

Plus Die Gemeinde Ziemetshausen reagiert mit dem Kita-Neubau auch auf steigende Geburtenzahlen. Wie die Planung für das neue Gebäude konkret aussieht.

Wie kann die Kinderbetreuung optimal organisiert werden? Das ist in Ziemetshausen wie in vielen Orten ein zentrales Thema. In der Marktgemeinde nehmen die Kita-Pläne konkrete Gestalt an.

Thema war dies auch in der jüngsten Zusammenkunft des Marktrates. Bürgermeister Ralf Wetzel dankte allen Beteiligten, die sich am Zustandekommen des Erweiterungsbaues neben dem Kinderhaus „Märcheninsel“ in der Bahnhofstraße eingebracht haben. „Es ist mir eine Freude, Ihnen mitteilen zu können, dass das Vorhaben bis auf minimale Änderungen vom Landratsamt Günzburg genehmigt ist“.

Da steigende Geburtszahlen zu verzeichnen sind, wolle man im bestehenden Hort nicht bis an die Grenze der Kapazität fahren und vorsorgen. Um eine Erhöhung der Plätzeanzahl zu bekommen, soll ein zweigruppiger Bau entlang des Bahngleises entstehen. Er soll ökologisch und ökonomisch gestaltet werden. Dabei ist auch an eine PV-Anlage gedacht, beim Heizsystem ist entweder eine Infrarot-Decken- oder eine Fußboden-Heizung angedacht. (Details wurden nichtöffentlich beraten).

Arbeiten für neue Kita in Ziemetshausen haben schon begonnen

Phase 1 der Arbeiten, so Wetzel weiter, habe bereits begonnen: Eine Garage wird abgebrochen und aktuell werden Bodenuntersuchungen vorgenommen. In Phase 2 soll eine neue Kita gebaut werden. Was, wie und wo, sei noch nicht in die nähere Planung einbezogen. Für den Neubau wird noch ein Träger gesucht. Zum Abschluss soll das schon etwas betagte Kinderhaus „Märcheninsel“ einer grundlegenden Sanierung und Erneuerung unterzogen werden. Danach können Eltern zwischen zwei modernen, voll funktionsfähigen Tagesstätten wählen und Ziemetshausen ist dann wohl in Sachen Kinderbetreuung für die Zukunft bestens gerüstet.

Zweiter Bürgermeister Edwin Räder sagte, dass eine weitere Tagesstätte schon länger Thema im Marktrat sei. Auch sei schon seit Jahren der Antrag auf Sanierung der alten Kita gestellt worden. Aber bauliche Vorgaben der Ämter seien das Hemmnis gewesen und nicht der Marktrat.

Weitere Themen im Marktrat Ziemetshausen

Verlängerung Seit zwei Jahren laufe in Zusammenarbeit mit dem Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) Ursberg und dem Markt Ziemetshausen das Inklusionsprojekt „Grenzenlos“, das nun auslaufe. Da in der Marktgemeinde zwei Außengruppen des DRW ansässig sind und im Ort auch behinderte Bürger leben, empfahlen Verwaltung und Sportausschuss eine Verlängerung. Die Kosten halten sich mit etwas über 1000 Euro jährlich in Grenzen, betonte der Bürgermeister. Einstimmig wurde beschlossen, das Projekt um weitere zwei Jahre zu verlängern.

Ferienprogramm Trotz der Corona-Krise hält der Markt an seinem alljährlichen Ferienprogramm für Kinder fest, erläuterte der Bürgermeister. In vorbildlicher Zusammenarbeit mit der Jugendbeauftragten Canan Nagl, Vereinen und anderen Institutionen wurde eine Vorschlagsliste zusammengestellt, um den Kindern eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Geboten werden unter anderem Besuche im Heimatmuseum, künstlerische Tätigkeiten, Minigolf, Schwimmbad und beim Schützenverein. Mit 14:0 wurde dem Programm zugestimmt.

Im Ziemetshauser Ortsteil Uttenhofen soll Bauland entstehen

Bauland Im Ortsteil Uttenhofen soll am „Brunnenweg“ per Einbeziehungssatzung eine Wiese in Bauland umgewandelt werden. Der Bauherr hat bereits im März 2020 eine Bau-Voranfrage eingereicht.

Er beabsichtigt einen Bungalow mit einer Länge von 14,8 auf 12 Metern sowie eine Garage mit jeweils sieben Metern zu errichten. Beide Gebäude sollen Flachdächer bekommen. Der Bauausschuss hat dem Vorhaben zugestimmt und die Weiterleitung an das Landratsamt beschlossen.

Dieses teilte Mitte März mit, dass für das Projekt ein Bauleitverfahren und eine Einbeziehungssatzung notwendig seien, die nun vorlagen. Dazu waren drei Beschlüsse erforderlich: Bauherr und VG-Verwaltung müssen bezüglich der Planungs- und Erschließungskosten zuerst einen städtebaulichen Vertrag abschließen. Der Marktrat beschließt die Aufstellung einer Einbeziehungssatzung, die ortsüblich bekannt gemacht wird. Der vorliegende Entwurf dieser Satzung wurde gebilligt und der Planer beauftragt, die Anhörung durchzuführen.

Neue Schilder für Wege um Ziemetshausen?

Langenneufnach Im Zuge der Anhörung bat die Gemeinde Langenneufnach um eine Stellungnahme zur 1. Änderung des Bebauungsplanes „An der Rathausstraße“. Dort sollen Baugrundstücke mit einer Größe von 835 und 776 Quadratmetern entstehen. Davon wird Ziemetshausen nicht berührt und es wurden auf einstimmigen Beschluss keine Äußerungen, Bedenken sowie Anregungen abgegeben.

Sonstiges Bürgermeister Wetzel gab bekannt, dass Bedarfsplanung für den Kindergarten sowie Planung für die Ertüchtigung der Kläranlage im fortgeschrittenen Stadium seien.

Weiter wurde die Anregung gemacht, die Wald- und Wanderwege rund um die Marktgemeinde besser auszuschildern, was zur Attraktivität des Ortes beitragen würde. Gleichzeitig kam der Wunsch, die kaum noch lesbare Beschilderung des Wald-Lehrpfades zu erneuern. Bürgermeister Wetzel versprach, sich mit dem Landratsamt und „Donau aktiv“ in Verbindung zu setzen.

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