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Krumbach

06.11.2019

Klänge von Ernst Mosch im Krumbacher Stadtsaal

Sie freuen sich auf das Konzert im Krumbacher Stadtsaal am Samstag, 16. November (Beginn 20 Uhr, Einlass 19 Uhr). Konstantin Eheim (Musikverein Deisenhausen, links) und Luis Bisle (Schmidde Musikanten).
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Sie freuen sich auf das Konzert im Krumbacher Stadtsaal am Samstag, 16. November (Beginn 20 Uhr, Einlass 19 Uhr). Konstantin Eheim (Musikverein Deisenhausen, links) und Luis Bisle (Schmidde Musikanten).
Bild: Peter Bauer

Die Schmidde Musikanten und der Musikverein Deisenhausen spielen im Stadtsaal böhmisch-mährische Musik für die Kartei der Not.

Es ist auch ein besonderer Abend für Ernst Mosch. Der legendäre „König der Blasmusik“ starb vor rund 20 Jahren. Mosch war Gründer und Leiter der Original Egerländer Musikanten. Der 1925 in Zwodau (Egerland/Sudetenland) geborene Mosch musste nach dem Ende des Krieges seine Heimat verlassen. Wohl nur wenigen ist noch bekannt, dass er in Bayern sein Geld zunächst als Musiker in amerikanischen Jazz-Clubs verdiente. In den Jahrzehnten danach sollte er die böhmisch-mährische Blasmusik weltberühmt machen. Wenn Luis Bisle über Ernst Mosch und seine Musikanten spricht, dann gerät er mitunter regelrecht ins Schwärmen. Und beim gemeinsamen Konzert von Luis Bisle und den Schmidde Musikanten mit dem Musikverein Deisenhausen am Samstag, 16. November, ab 20 Uhr im Krumbacher Stadtsaal werden die Schmidde Musikanten ausschließlich Stücke von Ernst Mosch spielen.

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Zum zweiten Mal treten der Musikverein Deisenhausen und die Schmidde Musikanten gemeinsam im Stadtsaal auf. Im vergangenen Jahr spielten sie für die Aktion „Sternstunden“. Heuer ist es ein Benefizkonzert zugunsten der Kartei der Not (das Hilfswerk unserer Zeitung). Auch der Musikverein Deisenhausen möchte bei seinem Auftritt die böhmisch-mährische Musik in den Mittelpunkt stellen. Neben Stücken von Mosch wird aber auch noch Musik anderer Komponisten zu hören sein.

Schmidde Musikanten? Der 66-jährige Luis Bisle wird immer wieder gefragt, woher denn dieser Name stammt. Bisle, der auch 20 Jahre Dirigent des Musikvereins Waltenhausen war, erinnert sich an eine musikalische Einlage bei einem 50. Geburtstag in Waltenhausen. Die Gesellschaft kam in einer alten Schmiede (schwäbisch „Schmidde“) zusammen. Die Schmiede wurde schließlich zum Probenraum – und der Name der neuen Formation war auch auf den Weg gebracht.

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Seine Firma für Tore, Türen und Überdachungen hat Bisle, wie er berichtet, inzwischen seinem Neffen übergeben. So konzentriert sich Bisle auf die Schmidde Musikanten, die bereits seit über 20 Jahren das musikalische Leben in der Region mitprägen. Die 18 Schmidde Musikanten gestalten in rund 45 Minuten den ersten Teil des Konzerts im Stadtsaal.

Nach einer kurzen Pause übernimmt dann der Musikverein Deisenhausen mit seinen 35 Musikern und spielt ebenfalls etwa 45 Minuten. Mit dem 49-jährigen Konstantin Eheim (er arbeitet unter anderem als Musiklehrer für das Music Center Krumbach und ist vielen als Bandleader der Formation Fun & Brass bekannt) verbindet Luis Bisle eine langjährige musikalische Freundschaft. Seit rund neun Jahren ist Konstantin Eheim auch intensiv in der Blasmusik aktiv. Er ist Dirigent der Spielgemeinschaft Ellzee-Ichenhausen und des Musikvereins Deisenhausen.

Hilfe für Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind

Während des Konzerts, das von der Raiffeisenbank Schwaben-Mitte finanziell unterstützt wird, erläutert MN-Redaktionsleiter Peter Bauer kurz die vielfältigen Aktivitäten der Kartei der Not, des Hilfswerks unserer Zeitung. Die Kartei der Not hilft seit 1965 Menschen in der Region, die unverschuldet in Not geraten sind. Unverschuldet in Not, das kann schnell passieren und jeden treffen. Krankheit, Unfall oder der Verlust der Arbeit sind Beispiele dafür. Im Verbreitungsgebiet der Redaktion der Mittelschwäbischen Nachrichten im südlichen Landkreis Günzburg konnten im letzten Jahr 2018 48 Hilfsanfragen unterstützt werden. Insgesamt half die Kartei der Not mit über 23000 Euro im Redaktionsgebiet, heißt es in der Jahresbilanz 2018 des Hilfswerks.

Die Hilfsanfragen kamen in 37 Fällen von Familien mit insgesamt 87 betroffenen Kindern und drei Heimkindern. In 25 Fällen wurde bei chronischen Krankheiten und/oder Behinderungen geholfen, berichtet das Hilfswerk. In einigen Fällen gab es auch Hilfen beim Umzug in günstigere Wohnungen. Es sind Benefizaktionen wie jetzt im Stadtsaal, die die Arbeit der Kartei der Not maßgeblich ermöglichen. Ganz in diesem Sinn setzt das Konzert im Stadtsaal ein besonderes Zeichen.

Karten für das Konzert gibt es in der Geschäftsstelle der Mittelschwäbischen Nachrichten in Krumbach, Bahnhofstraße 48-50. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr (freie Platzwahl).

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