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Landkreis Günzburg

26.10.2018

Klaus Bucher wird zum zweiten Mal Dekan

Klaus Bucher wurde zum Dekan ernannt. Damit ist er für das Dekanat Günzburg mit seinen insgesamt 76 Pfarreien zuständig. Völlig neu ist diese Aufgabe nicht für ihn – seit dem Jahr 2013 war er Prodekan.
Bild: Michael Lecheler

Klaus Bucher aus Breitenthal wird von Bischof Konrad Zdarsa für das Dekanat Günzburg ernannt. Vor Jahren hinderten ihn äußere Umstände daran, das Amt anzutreten.

Herr Bucher, inwiefern bringt es für Sie Veränderungen mit, dass Sie nun vom Prodekan zum Dekan geworden sind?

Klaus Bucher: Da ich ein sehr gutes mitbrüderliches Verhältnis zu Dekan Martin Finkel hatte, haben wir in den letzten Jahren vieles gemeinsam überlegt und geplant. Er hat es geschafft, die beiden Dekanate Günzburg und Krumbach zu einer Einheit zusammenzuführen. Darum kann ich zusammen mit den Priestern, Diakonen und Mitarbeitern gut auf dieser Basis weiter arbeiten. Ich glaube, immer wichtiger wird es, dass die Geistlichen sich als „Presbyterium“, als Gemeinschaft erfahren, die auch aufeinander schaut und sich trägt.

Wann haben Sie selbst von Ihrer Ernennung erfahren und wie war Ihre Reaktion?

Bucher: Als ich am Dienstag aus der Schule kam, teilte mir die Pfarrsekretärin mit, ich solle beim Herrn Generalvikar zurückrufen. Er hat mir dann mitgeteilt, dass das Votum der Vorschlagsberechtigten ziemlich eindeutig gewesen sei und der Herr Bischof mich bitte, dieses Amt zu übernehmen. Da hab ich gedacht, wenn die Mitbrüder, die Mitarbeiter und der Bischof es mir zutrauen, darf ich nicht ablehnen. Ganz fremd sind mir die Aufgaben ja nicht, da ich sie in den letzten Monaten schon als Prodekan übernommen hatte.

Das Dekanat umfasst ein sehr großes Gebiet und viele Aufgabenbereiche. Finden Sie dennoch genügend Zeit für Ihre Heimatpfarrei in Breitenthal?

Bucher: Ich hoffe es. Und ich kann mich in jeder der fünf Pfarreien unserer Pfarreiengemeinschaft auf gute Mitarbeiter stützen. Überall gibt es Menschen, die sich ehrenamtlich in einer Weise einsetzen, für die ich nur dankbar sein kann. Auf die vertraue ich und dann werden wir das schon schaffen. Unterstützung bekomme ich auch von Pater Stanislaus Rutka, der dem Dekanat als Aushilfspriester zur Verfügung steht und ich bin froh, dass Geistlicher Rat Karl Thoma oder Pfarrer Daniel Schmidt immer zur Hilfe bereit sind.

Im Jahr 2012 haben Sie Bischof Zdarsa darum gebeten, Ihre damalige Ernennung zum Dekan rückgängig zu machen. Als Grund gaben Sie gesundheitliche Gründe an und ergänzten mit der Aussage, dass die neue Aufgabe zu groß für Sie sei. Wie kommt es, dass Sie die Ernennung nun annehmen?

Bucher: Damals ist viel zusammen gekommen. Hier in den Pfarreien liefen einige Sanierungsarbeiten neben dem „normalen Betrieb“, in meiner Familie waren wir Kinder durch die letzte Phase der Demenzerkrankung meiner Mutter sehr in Anspruch genommen und die Fusion der beiden selbstständigen Dekanate mit eigenen Prägungen und Vorstellungen lief auch nicht reibungslos ab. Als sich dann noch meine chronische Darmentzündung heftig meldete, verließ mich der Mut und ich bekam Angst.

In den letzten Jahren ist viel gewachsen. Bei aller Unterschiedlichkeit ziehen wir doch an einem Strang im Dekanat. Manches hat sich eingespielt. Vor meiner Priesterweihe habe ich oft gebetet: „Lieber Gott, ich schenk Dir meinen guten Willen und das bisschen Kraft, das ich habe. Du musst das Beste daraus machen und mir helfen, dass was Gutes dabei heraus kommt!“ Eine meiner Lieblingsfiguren im Neuen Testament ist der kleine Bub, der Jesus seine fünf Brote und zwei Fische bringt. Manchmal komm ich mir vor wie der. Wenn ich das bisschen, was ich kann und habe, Jesus hinhalte, dann macht er was draus. Darauf vertraue ich auch in Zukunft.

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