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07.07.2010

Kleinere Variante bevorzugt

Kammeltal Bei starkem Regen hat der Kammeltaler Ortsteil Behlingen immer wieder mit starkem Oberflä-chenwasser zu kämpfen. Um dies in den Griff zu bekommen, wurde das Ingenieurbüro Thielemann und Friderich mit der Entwurfsplanung und der Variantenuntersuchung für den Oberflächenwasserkanal in der Ludwig-Maier-Straße zur Kammel sowie für den Bau eines Schmutzwasserkanals beauftragt.

Bisher wurde dieser Bereich über die Mischwasserkanalisation entwässert. Diplom-Ingenieur Thomas Friderich konnte zwei mögliche Lösungsvarianten anbieten. Problematisch bei beiden Varianten ist dabei auch das rund einen halben Quadratkilometer große rückwärtige Einzugsgebiet westlich von Behlingen. Dieses wird über eine Rohrleitung in das bestehende Mischwassersystem entwässert.

Die Berechnungen haben ergeben, dass bei einem hundertjährigen Hochwasser rund 700 bis 1000 Liter Wasser pro Sekunde an Wasser anfallen könnten. Um diese Wassermassen auffangen zu können, müsste ein Trennsystem gebaut werden, sprich in den südlichen Teil der Kronbergsiedlung müsste ein neuer Schmutzwasserkanal mit einer Länge von rund 220 Metern gebaut werden. Im Kreuzungsbereich könnte der neue Schmutzwasserkanal dann direkt an das vorhandene Mischwassersystem angeschlossen werden. Kosten hierfür: rund 400 000 Euro.

Bei Variante II wäre das rückwärtige Einzugsgebiet (westlich von Behlingen) mit zu entwässern. Hierzu ist geplant, einen neuen Regenwasserkanal mit einem 70 Zentimetern dicken Rohr über die Hans-Götz-Straße und Max-Schmid-Straße bis hin zur Säge und weiter bis zur Kammel zu bauen (Länge: 250 Meter). Dafür müsste allerdings die Wasserleitung verlegt werden. Doch die Kosten hierfür hat der Planer auf knapp 600 000 Euro kalkuliert.

Kleinere Variante bevorzugt

"Für uns ist Variante II so gut wie nicht zu realisieren", war sich Gemeinderat Wolfgang Zimmermann sicher. Auch Bürgermeister Christian-Konrad Wiesner stimmte zu. Für Ingenieur Thomas Friderich ist beim Bau von Variante I auch nichts "verbaut". Sollte das Baugebiet westlich der Hans-Götz-Straße erschlossen werden, kann hier ohne Probleme erweitert werden.

Gemeinderat Ludwig Baumeister unterstrich die Notwendigkeit dieser Baumaßnahme: "Behlingen hat bereits im Jahr 1982 dafür bezahlt und muss endlich dafür seinen Kanal bekommen." Er unterstrich auch nochmals, dass in Kürze ein weiterer Gerichtstermin beim Verwaltungsgericht in Ansbach ansteht. Wie bereits mehrfach berichtet, zog Baumeister gegen die Gemeinde vor Gericht.

Bei der Abstimmung beschloss der Gemeinderat, Variante I zu favorisieren. Das Planungsbüro Thielemann und Friderich wurde beauftragt, die Ausführungsplanung mit Kostenschätzung zu erstellen. (emi)

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