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Balzhausen

25.04.2018

Kontroverse Debatte um Weg-Wiederherstellung

Bei etlichen Überfahrten am neuen Hochwasserdamm von Balzhausen sind die einbiegenden Radien der Flurstraßen derart eng bemessen, dass ein längeres landwirtschaftliches Gespann den Weg nicht, oder nur schlecht benutzen kann.
Bild: Karl Kleiber

Balzhauser Bürgermeister musste 10000 Euro für durchgehende Asphaltierung der Eichbühlstraße zusagen.

Bei der jüngsten Sitzung stand auch der Punkt „Kostenbeteiligung Wiederherstellung der Wege im Zuge der Baumaßnahme Hochwasserschutz“ auf der Tagesordnung. Was sich eigentlich recht simpel und trocken anhörte, hatte durchaus Brisanz, wie sich bei der Beratung ergab. Bürgermeister Daniel Mayer erklärte, dass es zwischen Gemeinde und Wasserwirtschaftsamt (WWA) immer wieder zu Differenzen komme. Besonders beim Wegebau, Überfahrten am Hochwasserdamm und der Wiederherstellung von Straßen.

Um den Hochwasser-Schutz im Mindeltal zu gewährleisten, musste von Balzhausen bis nach Mindelzell ein Hochwasserdamm errichtet werden, sagte Mayer. Dazu war ein Planfeststellungs-Verfahren durch das WWA und anderer Behörden notwendig. Aber wie so oft, gibt es zwischen Theorie und Praxis himmelweite Unterschiede.

Etliche Überfahrten wurden so gebaut, wie sie geplant waren, obwohl sich nun herausstellt, dass diese für den landwirtschaftlichen Verkehr nicht geeignet sind. Besonders längere Gespanne haben keine Chance, war in der Sitzung zu erfahren. Auf Einwände von Landwirten und Bürgermeister bei einem Ortstermin, hier Änderungen vorzunehmen, äußerte sich das WWA: „Die Gemeinde war bei der Planfeststellung dabei und hatte damals auch keine Einwände vorgebracht“. Bürgermeister Mayer ist aber der Ansicht, dass sich mit etwas Kooperation und gutem Willen, solche Irrrationen doch abschwächen oder beheben ließen.

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„Wir haben nun halt mal den Hochwasserdamm und müssen mit dem auch leben, obwohl wir nicht glücklich damit sind“, meinte der Rathauschef. Kürzlich ging es um die Eichbühlstraße, die in der westlichen Flur von der Krumbacher Straße in Richtung Sportplatz und Grüngut-Sammelstelle abzweigt. Das Amt wolle hier nur 980 Quadratmeter Reparaturfläche wie einen Fleckerlteppich asphaltieren. Mayer dagegen wollte eine durchgehende Asphaltschicht, da der Untergrund nicht gerade gut tragfähig sei. Unverständlich sei die Äußerung des Amtes, dass es nur die Aufgabe hätte, Wege wieder herzustellen, aber nicht zu verbessern. Der Bürgermeister musste kurzfristig eine Beteiligung von 10000 Euro zusagen, um das Vorhaben überhaupt in Gang zu halten und eine durchgehende Asphaltschicht zu bekommen. Mit 13:0 wurde die Kostenbeteiligung von 10000 Euro nachträglich genehmigt.

Herbert Wieser sagte, er könne das sture Verhalten der Behörde nicht verstehen. „Unsere Kommunalpolitiker sollten darüber informiert werden“. 2. Bürgermeisterin Adelinde Baur meinte, sie könne auch nicht nachvollziehen, warum sich die örtlichen Politiker nicht besser einbringen, denn Balzhausen werde der Hochwasserdamm für immer bleiben. „Das Ganze ist ein Armutszeugnis, wenn man auf die Behörden nicht einwirken könne“.

Aufschüttung: Um eine Halde zu vermeiden, habe das WWA kurzfristig nach einer Lösung gesucht und dem im Eichbühl ausgesiedelten Landwirt Josef Mayer rund 8000 Kubikmeter Humus angeboten. Dieser sei im Zuge des Hochwasserschutzes angefallen. Deshalb reichte der Bauer einen Bauantrag ein, in dem er um die Genehmigung zur Aufschüttung dieser Muttererde ersuchte. Er möchte auf der Flur-Nummer 1672, einer Ackerfläche von 20210 Quadratmetern Größe, eine dreißig Zentimeter dicke Schicht aufschütten, was bei dem vorhandenen Gelände kaum auffallen werde. Die Räte stimmten mit 13:0 zu.

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