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Landkreis Augsburg

14.05.2018

Kreis Augsburg will Radfahrer unterstützen

Der Landkreis Augsburg will Radfahrer intensiver unterstützen.
Bild: Peter Bauer

Umwelt- und Energieausschuss setzt in Sachen Radverkehr und Stromsparen auf Bürgerbeteiligung.

Viele Radfahrer kennen die Probleme: Sie wollen auf das Auto verzichten und stattdessen in die Arbeit radeln, doch vor Ort gibt es keinerlei Abstellmöglichkeiten für das Vehikel. Oder sie würden am Samstagfrüh gern mal eben schnell zum Bäcker im Nachbarort fahren, doch es gibt keinen Radweg, und mitten auf der Straße ist es zu gefährlich. Um solche Probleme kümmert sich Mareike Hartung.

Sie ist die Radverkehrsbeauftragte für den Landkreis Augsburg und stellte im Umwelt- und Energieausschuss im Landratsamt Augsburg einige Lösungsansätze vor. Seit Januar gibt es zum Beispiel für den Landkreis die Meldeplattform RADar! Wer auf einem Radweg etwa ein gefährliches Schlagloch oder störendes Gebüsch entdeckt, kann sich im Internet www.landkreis-augsburg.de/radar beschweren. Hartung zieht ein Zwischenfazit nach vier Monaten: „Bisher gibt es 18 Meldungen.“ Einige davon bemängeln, wie die Radwege verlaufen. Andere bemerken, dass es zum Beispiel keinen Winterdienst gibt oder die Sicht schlecht ist. „Wenn eine Meldung bei uns eingeht, dann prüfe ich, wer zuständig ist, und leite die Anfrage weiter.“ Das können dann zum Beispiel der Landkreis, die Gemeinden oder das Staatliche Bauamt sein.

Wer weitere Verbesserungsvorschläge einbringen möchte, für den veranstaltet der Landkreis einen Bürgerworkshop in Neusäß. „Wir werden dann Landkarten auslegen, die Bürger können einzeichnen, wo sie sich mehr Radwege wünschen, wo es Gefahrenstellen gibt und wo Abstellanlagen fehlen“, sagt Hartung.

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Anschließend seien weitere Workshops für Experten von ADFC, Staatliches Bauamt und Tiefbauamt sowie für Kreisräte, Stadt- und Gemeinderäte geplant. Auch das Thema Stromsparen stand auf der Tagesordnung. Dazu stellten Peter Wyss und Andreas Claus vom Caritasverband Schwabmünchen ein ehrenamtliches Projekt für einkommensschwache Menschen vor, das vom Landkreis unterstützt wird. Es heißt „Stromsparcheck kommunal“.

Dabei werden Haushalte mit geringem Einkommen in ihrer Wohnung zum Energie- und Wassersparen beraten. Wyss erklärt: „Wir sehen uns gemeinsam mit den Bewohnern an, wo man sparen könnte. Für manche kommt auch ein Kühlgerätetausch infrage.“ So sei es möglich, im Jahr bis zu 150 Euro zu sparen.

Im Landkreis leben derzeit etwa 6000 Personen, die die Beratung nutzen können. „Doch wir erreichen nur einen Bruchteil. Egal ob auf dem Dorf oder in der Stadt – kaum jemand will vor Fremden zugeben, dass er arm ist und Geldsorgen hat.“

Der Bürgerworkshop findet am Donnerstag, 17. Mai, um 18 Uhr in der Berufsschule Neusäß statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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