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06.01.2020

Kreismeisterschaft Donau: SpVgg Wiesenbach scheitert erst am Sechsmeterpunkt

Nah am Mann: Die SpVgg Wiesenbach (hier gegen den TSV Nördlingen) zeigte in Wertingen eine starke Leistung.
Bild: Ernst Mayer

Die SpVgg Wiesenbach verpasst knapp die schwäbische Endrunde, auch Jettingen verkauft sich gut bei der Kreismeisterschaft in Wertingen. Wer am Ende jubeln darf.

Viel hätte nicht gefehlt und die Erfolgsserie der SpVgg Wiesenbach in der Halle wäre weitergegangen. Zwar erreichte der Kreisligist bei der erstmals ausgespielten Hallenmeisterschaft des Fußballkreises Donau in Wertingen nicht das Finale. Weil aber die U 23 des bereits für die schwäbische Endrunde qualifizierten FC Gundelfingen weiterkam, hatten die Wiesenbacher die Chance, doch noch an der Bezirksmeisterschaft in Günzburg am kommenden Wochenende teilzunehmen. Der Traum zerplatzte nach einer 4:5-Niederlage im Sechsmeterschießen gegen den Gastgeber TSV Wertingen. Somit wird kein Team aus dem Landkreis Günzburg bei der „Schwäbischen“ dabei sein, da der VfR Jettingen in Wertingen nicht über die Gruppenphase hinauskam. Neben dem TSV Wertingen und dem Vorjahresmeister FC Gundelfingen tritt Überraschungsturniersieger Türk Gücü Lauingen dann in der Rebayhalle an.

Dabei hatte es zu Beginn des Turniers in der Wertinger Stadthalle noch ganz anders ausgesehen. In ihrem Auftaktspiel besiegten die Wiesenbacher den späteren Turniersieger durch zwei späte Tore mit 2:1 und zeigten auch beim 1:1 gegen den Bayernligisten TSV Nördlingen und beim 2:1 gegen Außenseiter Schretzheim eine vor allem defensiv reife Leistung. Lohn war der souveräne Gruppensieg. Im Halbfinale scheiterte die Truppe um Spielertrainer Thomas Gornig dann an ihrer schwachen Chancenverwertung. Mehrere hundertprozentige Chancen und Pfostenschüsse brachte die SpVgg nicht im Tor der FC Gundelfingen unter, der schließlich durch ein Tor von Jonas Behringer den Finaleinzug klarmachte.

Gegen den späteren Finalisten Gundelfingen führte der VfR Jettingen (in Rot), am Ende reichte es dennoch nicht zum Halbfinale.
Bild: Ernst Mayer

Enttäuscht sind die Wiesenbacher aber nicht, wie Coach Gornig versichert. „Wir sind stolz auf den vierten Platz, ich denke, wir haben den Landkreis mehr als gut vertreten“, so der 31-Jährige. „Die Leistung und die Disziplin der Mannschaft hat gestimmt, am Ende war es auch einfach Pech. Aber wir gehen definitiv mit breiter Brust in die Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde.“

Kreismeisterschaft Donau: SpVgg Wiesenbach scheitert erst am Sechsmeterpunkt

Jettingen fehlt die Erfahrung

Auch beim VfR Jettingen ist man zufrieden mit der Leistung in Wertingen, wenngleich Coach Oliver Wirth konstatiert: „Es war eigentlich mehr drin. Wir waren sicher nicht schlechter als die beiden Teams, die weitergekommen sind.“ Die Jettinger waren mit einer sehr jungen Mannschaft ins Turnier gegangen. Im Auftaktspiel gegen Wertingen stand es lange Zeit 0:0, ehe ein leichtfertiger Fehler in der Abwehr den VfR in Rückstand brachte. „Wir haben dann kurzzeitig die Ordnung verloren und das hat Wertingen ausgenutzt“, so Wirth. Im zweiten Gruppenspiel gegen Gundelfingen ging der Vize-Kreismeister dann sogar in Führung. Doch auch hier fehlte dem jungen Team am Ende die Cleverness, um den Sieg nach Hause zu bringen. Das 1:1 setzte den Halbfinalhoffnungen des VfR ein Ende, im letzten Gruppenspiel gegen Deiningen ging es um nichts mehr.

„Wir wollten Spaß haben und uns gut präsentieren. Das haben wir auch sehr lange geschafft“, sagt Wirth, der in Wertingen Trainer Sven Müller vertrat. „Das haben wir lange geschafft, aber am Ende hat uns auch die Erfahrung und das Glück gefehlt. Wir sind aber froh, dass es ohne weiteren Verletzten ausging“, betont der Jettinger in Anspielung auf den Mittelfußbruch, den sich Angreifer Johannes Fischer bei der Günzburger Endrunde vor einer Woche zugezogen hat.

Am Ende triumphiert Türk Gücü Lauingen

So blieb das Finale vor knapp 600 Zuschauern in Wertingen eine „Dillinger“ Angelegenheit. Der FC Gundelfingen ging zunächst in Führung, die Kreisklassist Türk Gücü postwendend ausgleichen konnte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit dann die Schlüsselszene. FCGler Stephan Zeller wollte Jonas Behringer den 2:1-Führungstreffer auflegen, das Zuspiel verfehlte Behringer um eine Fußspitze. Im Gegenzug gingen die Türken in Führung und bauten diese Sekunden später auf 3:1 aus. Am Ende hieß es 4:1. „Verdient, Türk Gücü war letztlich besser und uns ging etwas die Kraft aus“, räumte Spielertrainer Matkey ein. Er wird in Günzburg nicht mehr auf dem Feld stehen, dort übernimmt, wie zuvor abgesprochen, der Landesligakader des FCG.

Große Freude herrschte bei den Lauingern. „Wahnsinn, dass wir das geschafft haben“, suchte Spielertrainer Sahin Tasdelen nach den richtigen Worten. Er wurde nach dem Turnier als erfolgreichster Torschütze und bester Spieler geehrt. Auch Kreisspielleiter und Turnierchef Franz Bohmann gratulierte dem neuen Meister, der sich damit die Prämie von 300 Euro von Wettbewerbssponsor Lotto Bayern sicherte. Nur für das Verhalten im Halbfinale gegen Wertingen, als drei Fans der späteren Sieger der Halle verwiesen wurden, gab es ein paar kritische Worte. (mit wab)

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