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Krumbach

14.06.2019

Krumbach: Melissa Niedermair und die Gänseblümchen

Melissa Niedermair verbindet mit Gänseblümchen besondere Kindheitserinnerungen. Sie trägt Gänseblümchen gern im Haar. Aber Gänseblümchen im Salat – das ist nicht so „ihr Ding“.
Bild: Elisabeth Schmid

Die Krumbacher Quartiersmanagerin Melissa Niedermair verbindet mit Gänseblümchen besondere Kindheitserinnerungen und den Sommer

„Meine Lieblingsblume“: So haben wir unsere Frühlingsserie umschrieben. Bestimmte Blumen können für Menschen mit besonderen Momenten ihres Lebens mit unvergesslichen Erinnerungen verbunden sein. Blumen und eine regelrecht explodierende Natur - das ist der Zauber des Frühlings. All dem möchten wir in unserer Serie nachspüren. Unsere Gesprächspartnerin ist diesmal Melissa Niedermair, Quartiersmanagerin und Jugendpflegerin für die Stadt Krumbach. Sie erzählt von ihrer Kindheit, in der Gänseblümchen eine besondere Rolle spielen.

Wenn die in Krumbach aufgewachsene Melissa Niedermair an ihre Kindheit denkt, denkt sie vor allem an den großen Garten ihrer Oma. Dort wuchsen viele wunderschöne Gänseblümchen. Ihre große Schwester flocht aus den Gänseblümchen Kränze, Ketten und Ringe. Mit diesen schönen Blumengebilden schmückte sich die kleine Melissa.

Melissa Niedermair wohnte mit ihren Eltern und der Schwester ganz in der Nähe der Oma. Sie hatten auch einen Garten, „aber so schön und groß wie bei der Oma war er nicht,“ erinnert sich Melissa Niedermair und lächelt. „Ich verbinde die Gänseblümchen immer mit dem Sommer, wenn sie blühten, war Sommer,“ erzählt sie.

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Der Garten wurde nicht so oft gemäht. Dort, wo die Gänseblümchen und auch die Margeriten standen, mähten die Eltern und auch die Oma drum herum. So konnten die Blumen wachsen und gedeihen. Und wenn dann mal doch gemäht wurde, war das nicht so schlimm, denn die Blümchen sind „hart im Nehmen“ und kommen zur Freude von Melissa und ihrer Schwester schnell „wieder raus“. Die Gänseblümchen gibt es während des ganzen Sommers.

„Lustig war es, als meine Schwester mir erzählte, dass man die Blümchen auch essen kann. Zum Beispiel im Salat.“ Das kam für das kleine Mädchen aber nicht in Frage. Auch heute isst sie keine Blumen, vor allem keine Gänseblümchen. „Wenn ich heute durch den Stadtgarten gehe oder über die Wiesen, erfreue ich mich an den kleinen Blümchen, das ist heute so wie damals,“ lächelt sie versonnen.

Bunte Blumen auf freien Flächen

Melissa Niedermair liebt viele andere Blumen, ganz besonders gefällt ihr, dass die Stadt auf freien Flächen bunte Wiesenblumen säht, zur Freude der Insekten und natürlich der Bienen. Ihrer Meinung nach sollte jeder in seinem Garten Blumen und Stauden speziell für die Bienen haben.

„Die Aktion rettet die Bienen war gut, aber die Menschen sollten das auch für sich selber umsetzen. Zum Beispiel den Garten für die Tiere lebenswert machen. Das sei leider nicht immer der Fall. Ganz besonders schlimm findet Melissa Niedermair die Mähroboter. Sie laufen den ganzen Tag und keine Blume oder Tiere hätten eine Überlebenschance.

Melissa Niedermair ist am 4. Juli 1996 in Krumbach geboren. Sie studierte in Augsburg Erziehungswissenschaft und arbeitet seit Januar im Bürgerhaus im Quartiersmanagement und der Jugendpflege. Sie liest sehr gerne spannende Romane und liebt die Natur. Mit ihrem Freund lebt sie in Krumbach. Jetzt ist der Sommer da – und mit ihm die Erinnerungen an ihre Kindheit und an die kleinen Gänseblümchen.

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