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Krumbach

02.03.2020

Krumbach: „Schmackhafter Test“ für die Landratskandidaten

Heidemarie Weng (links) und Christoph Ost (rechts) moderierten beim "Politik-Tasting" der WJ Günzburg mit den Kandidaten (von links) Hans Reichhart (CSU), Max Deisenhofer (Die Grünen), Luise Bader (SPD), Gerd Mannes (AfD) und Rudolf Ristl (Die Linke).
Bild: Thomas Niedermair

„Politik-Tasting“ der Wirtschaftsjunioren Günzburg in Krumbach mit den fünf Landratskandidaten. Wie sie sich positionieren und wie die Abstimmung ausfällt.

„Herzlich willkommen! Wir wollen heute nicht nur schauen, wie das Essen schmeckt, sondern auch, wie Politik schmeckt.“ Mit diesen Worten begrüßte Christoph Ost , Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsjunioren (WJ) Günzburg , die etwa 60 Gäste, darunter auch Roland Kober, den Vizepräsidenten der IHK Schwaben in der Region Günzburg , die sich anlässlich der Kommunalwahl 2020 zum „Politik-Tasting“ im Hotel Krumbach eingefunden hatten.

Die Möglichkeit, die Kandidaten interaktiv zu bewerten

Die von Heidemarie Weng und Christoph Ost moderierte Veranstaltung bot nicht nur den fünf Bewerbern um den Chefsessel im Landratsamt die Gelegenheit, sich vorzustellen und sich zu verschiedenen Themenblöcken zu äußern, sondern ermöglichte es auch dem Auditorium, die Antworten vom Handy aus interaktiv zu bewerten und auch selbst Fragen zu stellen. Am Beginn und dann nochmals am Ende der Podiumsdiskussion mit Luise Bader ( SPD ), Hans Reichhart ( CSU ), Max Deisenhofer ( Die Grünen ), Gerd Mannes ( AfD ) und dem als Vertreter der Piratenpartei für Die Linke kandidierenden Rudolf Ristl wurde abgestimmt, wer Landrat werden solle.

Nach Sektempfang und zwei kurzen Videos über die WJ Günzburg sowie über die Aufgaben eines Landrats durften die Teilnehmer abstimmen, wer ihrer Meinung nach Landrat werden solle. Mit 66 Prozent entschied Reichhart dieses erste Voting vor Deisenhofer (27 Prozent) für sich, während die übrigen Kandidaten jeweils nicht über fünf Prozent kamen.

Krumbach: „Schmackhafter Test“ für die Landratskandidaten

Die wichtigen Punkte aus den Wahlprogrammen

Im Anschluss stellte jeder Bewerber sich und die wichtigsten Punkte aus seinem Wahlprogramm kurz vor. Hier wie auch bei den drei Themenblöcken „Bildung“, „Beruf und Familie“ sowie „Unternehmertum/ Digitalisierung /Innovation“, zu denen sich die Politiker – jeweils zeitlich limitiert – zu äußern hatten, wurde deutlich, dass es bei allen programmatischen Unterschieden durchaus auch nicht wenige Gemeinsamkeiten gibt.

Für einen zeitgemäßen Ausbau von Hard- und Software an den Schulen und für eine diesbezüglich gute Lehrerausbildung plädierten beim Thema „Bildung“ alle fünf Kandidaten. Neben der Akademisierung sei auch das Handwerk sehr wichtig, stellte Mannes fest, während Reichhart die im Landkreis niedrige Arbeitslosigkeit und die Angebote für benachteiligte Jugendliche in Ursberg oder Dürrlauingen hervorhob und Ristl „vernünftige Gehälter und Rahmenbedingungen“ für nötig hielt. Beim Themenblock „Bildung“ hatte nach Meinung der Abstimmenden der Grünen-Politiker mit 45 Prozent die Nase vorn – vor Reichhart (40 Prozent und Mannes (zehn Prozent).

Wohnraum und Kita-Plätze

Mehr Flexibilität am Arbeitsplatz, längere Öffnungszeiten der Kindergärten und bezahlbaren Wohnraum wünschten sich beim Thema „Beruf und Familie“ alle Kandidaten. Dass der Landkreis mit einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft aktiv werden müsse, befürworteten auch Bader , Mannes und Ristl. Bei der Abstimmung zu „Beruf und Familie“ hatte Reichhart mit 75 Prozent deutlich die Nase vorn und konnte auch die nächste Abstimmung („Unternehmertum“) mit 52 Prozent für sich entscheiden – vor Deisenhofer (23 Prozent) und Mannes (19 Prozent).

Unterschiede offenbarten sich besonders beim Thema „Klimaschutz“. Darüber, dass die Nord-Süd-Achse ( B16 ) zu stärken und Breitbandausbau und Mobilität zu verbessern seien, gab es keine großen Differenzen. Bei der letzten Abstimmung („Wer wird Landrat?“) nach der von fairem Umgang geprägten Diskussion konnte Hans Reichhart seinen Spitzenrang (mit 66 Prozent) behaupten – vor Max Deisenhofer (21 Prozent) und Gerd Mannes (sechs Prozent); Luise Bader und Rudolf Ristl blieben unter fünf Prozent. (ton)

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