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14.07.2010

Krumbach für Familien attraktiv gestalten

Krumbach Wie kann die Stadt Krumbach die rückläufigen Einwohnerzahlen stoppen? Durch welche Anreize kann man Familien dafür gewinnen, nach Krumbach zu kommen? Auch Krumbach hat mit dem demografischen Wandel zu kämpfen. Laut einer Prognose wird der gesamte Landkreis Günzburg in den kommenden Jahren deutlich an Einwohnern verlieren. Dem will sich die Stadt Krumbach entgegenstellen und ein kommunales Förderprogramm für Familien zum Erwerb von stadteigenen Baugrundstücken aufstellen. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurde ein entsprechender Entwurf den Stadträten vorgestellt.

Stadtbaumeister Björn Nübel sprach die Grundstückpreise in der Stadt Krumbach an, die gegenüber dem Umland bis zu drei Mal so hoch seien. Deshalb würden auch Familien oftmals in die umliegenden Dörfer ausweichen. In einem Entwurf plant die Stadt, stadteigene Baugrundstücke zu günstigen Konditionen an einen antragsberechtigten Personenkreis zu veräußern. Antragsberechtigt sind Ehepaare, eheähnliche Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende, in deren Haushalt mindestens ein Kind lebt.

Die Vergabe soll nach einer Punktebewertung erfolgen, wobei beispielsweise Hauptwohnsitz und Arbeitsplatz in Krumbach, alleinerziehend und weitere Kinder bewertet werden. Zum Vergleich legte Bürgermeister Hubert Fischer Förderprogramme von benachbarten Kommunen vor. Wilhelm Kielmann (CSU) meinte dazu, dass Krumbach familienfreundlich sein müsse und er dazu auch eine entsprechende Unterstützung durch den Landkreis erwarte.

Vom Einkommen abhängig

Krumbach für Familien attraktiv gestalten

Christoph Helmes (SPD) fand die Grundidee gut. Er würde sich eine Förderung nach der Höhe des Einkommens wünschen, wie es in Günzburg gehandhabt werde. Dr. Josef Langenbach (UFWG) begrüßte das Programm ebenfalls und äußerte die Hoffnung, dass dadurch eventuell wieder mehr Kinder kommen. Auch Johann Geiger (JW/OL) sprach von einer guten Idee. Jedoch gebe es für ihn nur einen Weg, nämlich die Grundstückpreise in Krumbach zu senken.

Die Mitglieder des Ausschusses einigten sich schließlich darauf, zunächst in den Fraktionen das Thema weiter zu beraten und es dann im August wieder im Bauausschuss zu besprechen.

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