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Verkehr

06.12.2018

Krumbach kommt bei der E-Mobilität voran

In Krumbach ist die erste Gleichstrom-Schnellladestation in Betrieb genommen worden. Bei der Eröffnung der neuen Stromtankstelle beim Überlandwerk freuen sich (von links) LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann, Geschäftsführer von Überlandwerk Krumbach Martin Glink und Bürgermeister Hubert Fischer.
Bild: Manfred Keller

Die Lechwerke eröffnen in der Stadt die erste Gleichstrom-Ladestation, an der Autos mit hoher Geschwindigkeit geladen werden.

„In einer halben Stunde ist der Akku voll!“ Die Lechwerke nehmen in Krumbach erste Gleichstrom-Schnellladestation in Betrieb: Der Ausbau der Tankstellen für Elektroautos kommt auch in der Kammelstadt weiter voran. Die Lechwerke (LEW) haben dieser Tage die erste öffentliche Gleichstrom-Schnellladestation beim Parkplatz vor dem Überlandwerk Krumbach (ÜWK) gegenüber dem westlichen Zugang zum Stadtgarten in Betrieb genommen. Sie ist eine von insgesamt 18 neuen LEW-Gleichstrom-Schnellladesäulen, die über das sogenannte „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert werden.

„Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist für den Erfolg der Elektromobilität ganz entscheidend“ erklärt LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann bei der Inbetriebnahme vor Ort und stellt fest: „Wir sind größter Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur in der Region und Vorreiter in Sachen Elektromobilität.“ Tatsächlich liegen die LEW mit derzeit 270 Ladepunkten beim Aufbau der Ladeinfrastruktur in der Region voll im Plan. Schürmann weiter: „Nun sind die Automobilhersteller am Zug, attraktive und bezahlbare E-Autos auf den Markt zu bringen.“ Dann werde sich die Elektromobilität „sehr dynamisch entwickeln“. Das eigens entwickelte Flächenkonzept besteht aus einer Mischung von Gleichstrom-Schnellladestationen (DC) entlang der Autobahnen und Fernstraßen sowie in Städten und Wechselstrom-Ladestationen (AC) in ländlichen Gebieten. Mit den neuen Stromtankstellen wird die Infrastruktur dem erwarteten zukünftige Bedarf angepasst. Die Strommengen, darauf weisen die LEW hin, werden ausschließlich regenerativ erzeugt, sodass CO2-freies Fahren möglich ist.

Krumbach ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt

„An den Bundesstraßen B300 und B16 gelegen, ist Krumbach ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Region und deshalb ein idealer Standort für eine Gleichstrom-Schnellladestation“ sagt ÜWK-Geschäftsführer Martin Glink. In unmittelbarer Nähe der neuen beim ÜWK platzierten Krumbacher Gleichstrom-Schnellladestation befinden sich zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, Banken, Gastronomiebetriebe und weitere öffentliche Einrichtungen. Dank Schnellladetechnologie mit einer Leistung von bis zu 50 Kilowatt dauert es an der neuen Schnellladestation durchschnittlich nur 20 Minuten, bis der Akku eines Elektroautos zu 80 Prozent aufgeladen ist.

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Für Krumbachs Bürgermeister Hubert Fischer ist Elektromobilität ein wichtiges Zukunftsthema: „Über 90 Prozent des Straßenverkehrs findet auf regionalen Kurzstrecken statt, und dafür ist die umweltfreundliche Mobilität mit Elektroautos ideal.“ Gemeinsam mit dem ÜWK arbeite die Stadt auch sehr gut zusammen, um die Ladeinfrastruktur weiter auszubauen. „Wir freuen uns, dass wir hier nun eine DC-Schnellladesäule haben, mit der Fahrer in kürzester Zeit ihr Fahrzeug laden können“, so Fischer weiter.

Wechselstrom-Ladesäulen gibt es bereits einige

Weitere öffentliche LEW-Ladestationen in Krumbach gibt es bisher in der Bahnhofstraße (bei der FOS) und bei der VR-Bank in der Luitpoldstraße, sowie eine in der Karl-Mantel-Straße 59, die jetzt auch neu in Betrieb genommen wurde. Dabei handelt es sich jeweils um Wechselstrom-Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten mit einer Leistung von jeweils bis zu 22 Kilowatt. Im Landkreis Günzburg gibt es weitere LEW-Ladesäulen in Burgau, Günzburg (4), Ichenhausen (2), Jettingen-Scheppach, Offingen und Thannhausen. Die insgesamt rund 60 neuen LEW-Ladesäulen kosten insgesamt rund 1,5 Millionen Euro und werden im Rahmen der „Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ durch Bundesmittel gefördert.

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