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Krumbach

22.02.2018

Krumbacher Jungforscher holen drei erste Plätze

Valentina Brückner (rechts) und Stefanie Tröbelsberger (beide 14) lüfteten das Geheimnis des Blutbrunnens. 
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Valentina Brückner (rechts) und Stefanie Tröbelsberger (beide 14) lüfteten das Geheimnis des Blutbrunnens. 

Schüler des SKG räumen bei dem „Jugend forscht“-Juniorenwettbewerb „Schüler experimentieren“ ab. Warum Chemie „cool“ ist.

Andere träumen vom Double, das Krumbacher Simpert-Kraemer-Gymnasium holt das Triple. Ein dreifacher Erfolg beim Regionalwettbewerb von „ Jugend forscht“, wie ihn die Teams des Gymnasiums gestern eingeheimst haben, ist nicht ganz alltäglich und ein Selbstläufer schon gar nicht. Mit insgesamt sieben verschiedenen Projekten und Schülergruppen war das Gymnasium bei dem Wettbewerb in diesem Jahr vertreten. In der Juniorensparte des Wettbewerbs, Schüler experimentieren, landeten David Haney, Felix Schindler und Eric Böller im Bereich Chemie auf dem ersten Platz. Die drei haben ein günstig und einfach zu bauendes Spektralphotometer entwickelt, mit dem sowohl die Konzentration als auch die Fähigkeit einer Substanz, Licht zu absorbieren, gemessen werden kann. Eric schwärmt von den Eindrücken, die er sammeln konnte. „Das ist eine schöne Atmosphäre mit netten Leuten. Den ersten Preis haben wir nicht erwartet, das ist ein tolles Gefühl.“ Für sein Fach kann er sich auch begeistern: „Chemie ist cool, weil man so viele Sachen erforschen kann.“

Spaß am forschen haben auch Valentina Brückner und Stefanie Tröbelsberger, die dem Geheimnis des Blutbrunnens auf dem Pausenhof des SKG auf die Schliche kamen. Anhand von mikroskopischen und biocehmischen Untersuchungen aber auch durch das Wälzen von Fachliteratur konnten die beiden Mädchen nachweisen, dass die Grünalge Haematococcus pluvialis für die blutrote Färbung des Brunnens im Sommer verantwortlich war. „Wir sind ja jede Pause neben dem Brunnen gesessen“, erinnert sich Valentina. Daher seien sie sofort Feuer und Flamme für das Projekt gewesen. Jetzt freut sie sich auf den Landeswettbewerb in Dingolfing, wo in zwei Wochen die zweite und letzte Runde des Schülerwettbewerbs erfolgt. Das will auch Dominik Kanzler, der eine Artenliste von mehr als 300 Pflanzen aus dem Mindeltal erstellt hat und dafür in der Sparte Biologie ebenfalls einen ersten Preis erzielte. Er habe sich schon immer für Pflanzen interessiert. Wochenlang war er meist allein mit dem Rad unterwegs um die Pflanzen zu sammeln. „Ich war schon sehr aufgeregt“, gesteht er. „ Bei der Siegerehrung hab ich mich einfach sprachlos gefühlt.“ Stolz ist auch Thomas Lichtenberger, der Lehrer, der die Schüler in ihren Projekten begleitet. „Die Schüler haben ziemlich gut naturwissenschaftlich gearbeitet“, lobt er. Für die Schüler sei es eine wichtige Erfahrung, ihr Projekt Fachleuten vorzustellen aber auch Leute zu treffen, die ähnliche Interessen haben. „Man sieht hier auch, das gängige Vorurteil der Nerds stimmt nicht“, sagt Lichtenberger. Zum Erfolg der Schüler kommt hinzu, dass auch die Schule mit dem nur alle zwei Jahre verliehenen und mit 1000 Euro dotierten Schulpreis ausgezeichnet wurde. Damit ist das SKG auch für den Preis der Bayerischen Forscherschule des Jahres nominiert und ist damit eine der elf erfolgreichsten Forscherschulen Bayerns.

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