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Krumbacher Kita-Plätze: Was jetzt geschehen muss

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Kommentar Von Peter Bauer
04.05.2019

In Krumbach fehlen rund 75 bis 80 Kita-Plätze. Warum intensive Gespräche mit den Eltern jetzt so wichtig sind.

Eine Sitzung des Stadtrates – im September 2018. Heike Feßler, Leiterin des Krumbacher Familienstützpunktes, informiert über ihre Arbeit. Dann steht eine prägnante Aussage von Heike Feßler im Raum: In Krumbach würden „die Kindergartenplätze hinten und vorne nicht reichen.“ Sie berichtet von Fällen, in denen Frauen nach der Elternzeit wieder arbeiten müssen, aber nicht wissen, wo sie ihr Kind unterbringen können.

Kita-Plätze - in Krumbach wohl auch ein wichtiges Wahlkampfthema. Im Bild das Kinderzentrum.
Bild: Peter Bauer

In Krumbach haben sich inzwischen zwei Elterninitiativen gegründet. Wenn man mit Eltern spricht, dann verweisen sie auch immer auf diese Stadtratssitzung des Septembers 2018. Und eine Frage steht im Raum: Hätte die Stadt in Sachen Kita-Plätze viel früher handeln können? Und ist es angesichts des Zeitdrucks jetzt überhaupt noch möglich, den gesamten Bedarf an Kita-Plätzen in Krumbach – auch mit Blick auf das neue Kindergartenjahr 2019/20 abzudecken? Wie brisant dieses Thema ist, wurde in der jüngsten Stadtratssitzung offensichtlich. Wer in die Krumbacher Umgebung blickt, der sieht aber auch, dass Krumbach mit dieser Problemlage keineswegs allein dasteht. Thannhausen, Aletshausen oder Dinkelscherben: Nicht selten haben die Kommunalpolitiker das Gefühl, von einem angestiegenen Bedarf an Kita-Plätzen regelrecht überrollt zu werden. Die Gemeinde Aletshausen wird eine Kindergartengruppe im Sitzungssaal des Gemeinderats unterbringen. In Dinkelscherben soll eine Gruppe in den Räumen der bisherigen Bücherei Platz finden. Sitzungsraum, Bücherei: Allein diese Stichworte deuten an, wie groß der Druck bei der Suche nach Kita-Plätzen ist.

Wie in vergleichbaren Kommunen hat in Krumbach die Zahl der Einwohner seit 2012 deutlich zugenommen (um rund 1000 auf 13500 Einwohner). Hinzu kommt eine Neuregelung des bayerischen Kultusministeriums beim „Einschulungskorridor“. Eltern haben mehr Mitsprachemöglichkeiten, aber dadurch kommen Kinder möglicherweise erst ein Jahr später in die Schule – und sind länger im Kindergarten.

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In der jüngsten Sitzung des Krumbacher Stadtrates wurde allerdings auch deutlich, dass das bisherige Anmeldesystem mitunter einem „Schwimmfest“ gleicht und die ermittelten Zahlen bisweilen wenig verlässlich sind.

Weitere Infos zur jüngsten Krumbacher Stadtratssitzung:

Fehlende Kita-Plätze: Welche Lösungen in Krumbach möglich sind

Die jetzt geplante Einführung eines onlinegestützten zentralen Anmeldeportals ist überfällig. Deutlich wurde in der Ratssitzung, dass es bei Bürgermeister und Stadträten einen klar erkennbaren, entschiedenen Willen gibt, die Kita-Raumprobleme zu lösen. An Finanzmitteln stehen 2,5 Millionen Euro bereit, Bürgermeister Hubert Fischer hat skizziert, mit welchen Maßnahmen (unter anderem zusätzliche Räume im evangelischen Gemeindehaus und in der bisherigen FOS/BOS) Abhilfe geschaffen werden könnte. Das ist fraglos „die richtige Richtung“. Doch wer bei betroffenen Eltern nachfragt, der hört nach wie vor auch eine große Skepsis. Das sollte die Stadt sehr ernst nehmen. Sie sollte die Gespräche mit den Elterninitiativen weiter intensivieren und bereits in der nächsten Sitzung den jetzt umschriebenen Maßnahmenkatalog auch zeitlich konkretisieren.

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