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Krumbach

26.01.2021

Krumbachs Bürgermeister: "Der Stadtpark ist kein Verbrechensbrennpunkt"

Diese Papierkörbe sind, obwohl sie allen Bürgerinnen und Bürgern nützen und von allen bezahlt werden mussten, mutwillig zerstört worden.
Foto: Emil Neuhäusler

Plus Bürgermeister Hubert Fischer ist gegen die Installation einer Videoüberwachung im Stadtgarten. Er sagt: Krumbach ist sicher. Andere reagieren besorgt.

Zwei Missstände, die derzeit die Menschen in Krumbach bewegten, wurden unter Verschiedenes in der Bauausschusssitzung in Krumbach am Montagabend diskutiert: die negativen Schlagzeilen in der Presse über den Stadtgarten und das Wegfallen von Ticketautomaten am Bahnhof.

Stadträtin Johanna Herold (CSU/JU) und Seniorenbeauftragte des Landkreises hatte selbst mit dem Kauf einer Fahrkarte über den im Zug befindlichen Fahrkartenautomaten ganz schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn der Zug einmal „rüttelnd und zitternd“ fahre, sei es im Grunde unmöglich, den Automaten zu bedienen. Natürlich würden im Normalfall, meinte sie, die Karten bereits zu Hause aus dem Internet ausgedruckt. Abgehängt würden sich aber die Senioren fühlen, die diese Möglichkeit nicht haben.

Bürgermeister Hubert Fischer verwies darauf, dass die Bahn in einem Schreiben an die Stadt die Abschaffung der Kartenautomaten im Freien als großen Gewinn und Fortschritt bezeichne. Vor allem sei man beim Bedienen der Automaten nicht mehr dem schlechten Wetter ausgesetzt. Fischer erinnerte daran, dass früher schon Kurse von der Volkshochschule über die komplizierte Bedienung der Automaten angeboten wurden und jetzt wären die Bedingungen in den fahrenden Zügen noch schlechter. Er forderte die Bahn auf, endlich leicht bedienbare und benutzerfreundliche Automaten bereitzustellen.

Vandalismus im Krumbacher Stadtgarten beschäftigt Stadträte

Die negativen Schlagzeilen über Vandalismus wie zerstörte Abfallkübel und Schlägereien im Krumbacher Stadtgarten machen Stadträtin Ursula Bader (CSU/JU) Sorgen. „Was können wir unternehmen“, fragte sie, „dass wieder Ruhe einkehrt, Harmonie herrscht und sich jeder traut in und durch den Stadtgarten zu gehen.“ Auch denkt sie bereits an die Zeit nach dem Aufheben der Ausgangssperre, die vor allem von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehnlichst erwartet werde. Es sei möglich, dass vor allem am Anfang im Gefühl der neuen Freiheit „über die Stränge gehauen“ werde. Sie dachte an eine Videoüberwachung oder einen verstärkten Einsatz der Sicherheitswacht.

Einer von fünf Papierkörben hat den „Härtetest“ gegen Vandalismus im Krumbacher Stadtpark bestanden.
Foto: Emil Neuhäusler

Bürgermeister Fischer stellte heraus, dass der Krumbacher Stadtgarten ganz sicher kein „Verbrechensbrennpunkt“ oder „Großstadtbrennpunkt“ sei. Krumbach ist eine sichere Stadt, betonte er, was ihm auch immer wieder von der Polizei bestätigt werde. Man müsse aufpassen, forderte er, dass man die Situation, ohne sie zu beschönigen, nicht überbewerte oder alles schlecht rede. Mit den Mülleimern sei man inzwischen auf gutem Wege. Es wurden schon mehrere Varianten getestet, und letztendlich werde das Modell installiert, das dem Vandalismus am besten getrotzt habe, so der Bürgermeister. Eine Videoüberwachung käme wohl nicht infrage, da diese aufgrund der wenigen Vorkommnisse, abgesehen von den rechtlichen Vorgaben, in keinem Verhältnis zum Aufwand stehe. Und letztendlich würden auch die Sicherheitswachen, von denen im ganzen Altlandkreis Krumbach nur zwei Streifen installiert sind, den Stadtpark nicht lückenlos überwachen können, da sie nicht gleichzeitig in Thannhausen, Krumbach und Ziemetshausens sein könnten.

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