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Gemeinderat

16.02.2015

Landwirt will in riesige Stallungen investieren

Auslauf für Jungvieh in Memmenhausen. Über weitere Bauanträge entschieden

Landwirt Rainer Erdle, so trug Bürgermeister Alois Kling bei der jüngsten Gemeinderatssitzung vor, beabsichtigt den Bau eines Laufstalles für Jungvieh und trockenstehende Kühe auf dem Flurstück „Änger“ der Gemarkung Memmenhausen.

Das Grundstück befindet sich im Südwesten der Ortschaft, östlich seiner bestehenden Hofstelle am Angerweg 22. Das Vorhaben ist in zwei Bauabschnitten geplant. Im ersten soll ein Laufstall mit einer Länge von gut 42 Metern und einer Breite von knapp 40,5 Metern errichtet werden. Die Neigung des Satteldachs beträgt 18 Grad, als Eindeckung wird Sandwich-Blech verwendet. Im zweiten Bauabschnitt ist die Erweiterung des Laufstalles nach Norden auf eine Gesamtlänge von gut 84 Metern geplant. An diesen soll ein 18,1 auf 4,3 Meter großer Querbau kommen. Des Weiteren ist in östlicher Richtung ein weiterer Neubau eines Stalls vorgesehen, der 48,2 Meter lang und 35,1 Meter breit werden soll. Bei der Beratung über das Objekt wurde auch die Nähe zur bestehenden Bebauung angesprochen. Bürgermeister Kling erklärte, das zu bebauende Grundstück sei als landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen und das Bauvorhaben sei nach Paragraf 35 des Baugesetzbuches privilegiert. Mit 12:1 Stimmen waren die Gemeinderatsmitglieder für das Bauvorhaben.

Die Besitzer des Grundstücks Flurnummer 683/3, Rieblinger Straße, der Gemarkung Aichen möchten ein Einfamilienhaus mit Garage und Carport errichten. Das Wohnhaus soll 10,2 Meter Länge erhalten und 8,5 Meter breit werden. Es wird mit einem Satteldach versehen, das eine Neigung von 42 Grad hat. Auf der Westseite des Daches wird eine Gaube mit Pultdach eingebaut. Die Garage samt Carport werden 7,5 Meter lang, sechs Meter breit und sollen ein Flachdach erhalten. Die Garage wird an der südlichen Grundstücksgrenze mit einer Wandhöhe von drei Metern errichtet. Für diese Baumaßnahme waren folgende Befreiungen zu erteilen: Der Kniestock des Wohnhauses wird statt 0,7 Meter 1,3 Meter hoch. Für Garagen und Carports sind eigentlich nur Satteldächer mit mindestens 25 Grad Neigung zulässig. Dies gelte auch für Gauben, die Satteldächer mit einer Neigung zwischen 40 und 47 Grad haben sollten. Mit 13:0 wurde zugestimmt.

Bei der anschließenden Diskussion wurde von Zweitem Bürgermeister Joachim Leitenmayer angeregt, dass künftig Bebauungspläne so aufgestellt werden sollen, dass nicht ständig Befreiungen erteilt werden müssen. (kk)

Die Diskussion ist geschlossen.

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