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13.03.2009

Landwirte wollen Kopf nicht in den Sand stecken

Landkreis (zg) - "Stecken wir also den Kopf nicht in den Sand", forderte Franz Spiegler bei der Jahresversammlung des Maschinen- und Betriebshilfsringes Günzburg/Neu-Ulm seine Berufskollegen auf.

In seinem Jahresrückblick ging der Ringvorsitzende auf den Preissturz an den Agrarmärkten ein. Die Wirtschaftskrise mache zwar wenig Hoffnung, dass die Preise bald wieder kräftig anziehen. Doch es sei von Vorteil, dass die Landwirte über mehr gesicherte Liquidität verfügen als andere Wirtschaftszweige. Auf Dauer mache allein schon die wachsende Weltbevölkerung einen Anstieg der Lebensmittelpreise unausweichlich.

Auf den Betriebshilfsdienst entfielen 405 918 Euro. Damit belief sich der gesamte Verrechnungswert der Ringleistungen auf 4,3 Millionen Euro, was eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutet. In der sozialen Betriebshilfe leisteten 17 Helferinnen und Helfer insgesamt 20 334 Einsatzstunden ab.

"Der Zuckerrübenanbau wäre ohne eine schlagkräftige Gemeinschaft gar nicht mehr vorstellbar", sagte der Geschäftsführer. Während der 105 Tage dauernden Rübenkampagne wurden im Abfuhrgebiet West der LMZ Schwaben 761 Hek-tar Zuckerrüben gerodet und mehr als 98 000 Tonnen in die Rainer Südzuckerfabrik transportiert. Dies entspricht 3631 Lkw-Fuhren: "Eine enorme logistische Leistung aller Beteiligten."

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Selbstfahrhäcksler optimal ausgelastet

Die Häcksel- und Siliergemeinschaft hat ihre Erntefläche im vergangenen Jahr auf 1150 Hektar Silomais und 1800 Hektar Gras gesteigert. Damit waren die drei Selbstfahrhäcksler optimal ausgelastet. Der Maschinenring verfügt derzeit über 1454 (-20) Mitglieder, die zusammen eine Fläche von 50 056 Hektar bewirtschaften. Mit einer Betriebsgröße von 38,59 Hektar pro Mitglied liegt der Ring deutlich über dem bayerischen Durchschnitt von 26,7 Hektar.

Michael Wunderlich, Geschäftsführer der Dienstleistungs-GmbH bezifferte den Umsatz dieser Maschinenringtochter auf 2,98 Millionen Euro, was eine Steigerung um 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Zum Leistungsspektrum der GmbH gehört beispielsweise die Sportplatz- und Grünflächenpflege, der Bau von Kleinkläranlagen, Fotovoltaik oder Vorteile durch den gemeinsamen Einkauf.

Den Fachvortrag auf der Jahresversammlung hielt Josef Schmalhofer aus Taimering, Landwirtschaftsmeister und im Jahr 2007 vom dlz-agrarmagazin als "Landwirt des Jahres" ausgezeichnet, bekannt als "Börsenbauer".

Spätestens ab 2020 werde die Ölproduktion absinken - und dies bei einem weltweit steigenden Energiebedarf, erklärte Schmalhofer. Damit entstehe ein großer Markt für erneuerbare Energien. Die nachwachsenden Rohstoffe würden mit den Futter- und Nahrungsmitteln um die landwirtschaftlichen Flächen konkurrieren.

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