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Thannhausen

16.12.2018

Licht inspiriert Thannhausens Bürgermeister

Eine Kerze anzünden, sich sammeln und von dem Licht inspirieren lassen. Für Thannhausens Bürgermeister Georg Schwarz ist das eine von mehreren Möglichkeiten nach Stresssituationen Kraft zu schöpfen.
Bild: Dieter Jehle

Wie Thannhausens Bürgermeister Georg Schwarz in der Vorweihnachtszeit mit Stress umgeht und wie er Kraft schöpft.

Erwartung, Besinnung, Stress, Druck. Was steht für den Advent? Wir fragten nach bei Georg Schwarz, einem der profiliertesten Kommunalpolitiker in der Region. Er war sechs Jahre Bürgermeister in Neuburg und ist mittlerweile seit 2008 Chef im Thannhauser Rathaus. Wie schlägt sein Herz im Advent? „Vieles am Stress ist hausgemacht“, sagt der 60-Jährige. Doch auch er gerät manchmal in Situationen, die seinen Adrenalinspiegel steigen lassen. „Dann hilft eine Kerze anzünden, sich sammeln und von dem Licht inspirieren lassen“, so sein Rezept. So schöpfe er Kraft, auch für unangenehme Aufgaben.

Wir treffen uns im Thannhauser Rathaus. Am Eingang steht ein Christbaum, wie in vielen anderen Rathäusern. Der Baum wirkt beruhigend, strahlt Ruhe aus und symbolisiert die Weihnachtszeit. Schwarz führt mich in sein Büro. Ich bin überrascht. Alles picobello aufgeräumt. Keine Stapel von Akten überwuchern seinen Schreibtisch. Auch die Schränke quellen nicht über. Schnell wird klar. Der Macher Georg Schwarz ist in sich „aufgeräumt“.

Ein elektronischer Terminkalender hilft

Der IT-Profi zeigt sein Handy und schmunzelt. Hier hat er ein Datenvolumen von 15 Gigabyte gespeichert. „Das Wichtigste trage ich immer elektronisch bei mir. So bin ich schnell handlungsfähig“, sagt Schwarz. Das kann auch Stress vermeiden. Vor allem in der Adventszeit. Denn dann nimmt er viele Termine wahr. Wichtig ist ihm vor allem sein elektronischer Terminkalender. Den hat er bereits vor seiner Bürgermeisterzeit als Persönlicher Referent des damaligen Bezirkstagspräsidenten Georg Simnacher eingeführt. In Thannhausen ist seine Sekretärin Eva-Maria Pachner-Steinle für die Termingestaltung zuständig. „Sie weiß, wie ich ticke“, spricht er von einer sehr vertrauensvollen Zusammenarbeit. Auch das kann Stress verhindern.

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Unumwunden gibt er zu, dass gerade die Zeit vor Weihnachten sehr terminintensiv ist. „Weihnachten ist die Phase im Jahr, die einen am meisten in Anspruch nimmt und wo man sehr gefordert ist“, sagte Schwarz. Er nennt viele Sitzungen, vor allem Haushaltsberatungen. „Das muss einfach sein, denn schließlich ist ein Haushalt ja baldmöglichst im neuen Jahr zu verabschieden“, erläutert der Bürgermeister. „Unangenehme Themen muss man ja nicht in der Jahresabschlusssitzung auf die Tagesordnung nehmen“, so das Stadtoberhaupt und wünscht sich für die letzte Zusammenkunft des Stadtrates keine heftigen Diskussionen. Er verweist darauf, dass der Bürgermeister für die Tagesordnungspunkte zuständig ist.

Hinzu kommen am Jahresende vor allem Wochenenden mit vielen Vereinsveranstaltungen. Er ist aber keine „Springertyp“. „Es macht keinen Sinn von einer Veranstaltung zur anderen zu hetzen“, sagt Schwarz. „Ich habe zwei Stellvertreter, die dann den ein oder anderen Termin übernehmen“, so der Bürgermeister. Auch eine Art Stress zu vermeiden. Solche Termine sind für ihn dann nicht mit Stress verbunden. Es sind angenehme Stunden, hier komme man mit vielen Leuten ins Gespräch. „Da hat man eher den Kalorienstress“, schmunzelt der Rathauschef. Denn überall, wo man um Weihnachten eingeladen ist, soll man einen Happen essen. „Da kann man oft nicht nein sagen“, so Schwarz, betont aber auch, dass er gerne „zugreift“.

Musik hilft beim Einschlafen

Wie geht Georg Schwarz generell mit Stress um. „Natürlich gibt es Sitzungen, wo man danach nicht gleich einschlafen kann“, gibt er offen zu. Oder es gibt Situationen, wo man in der Nacht eine Idee hat und dann stundenlang über die Problematik grübelt. „Geht mit Schlafen gar nichts mehr, höre ich mir einfach über Kopfhörer einen Podcast, Musik oder auch Nachrichten an“. Generell wirke Kerzenlicht sehr beruhigend auf ihn. In der Vorweihnachtszeit biete sich der Adventskranz an. Über Weihnachten gönnt sich Georg Schwarz Urlaub. Auch eine Möglichkeit zum Entspannen und Kraft schöpfen. „Das muss so sein, ich kann mich ja auf meine Mitarbeiter verlassen“.

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