Vortrag

12.10.2012

Lyrik und Anarchie

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H. Lindenmayr

Als von Krumbach aus Geschichte gemacht wurde

Ichenhausen/Krumbach Der Erste Weltkrieg geht in seine Endphase. Die bedeutende Lyrikerin und Übersetzerin Hedwig Lachmann kehrt aus Berlin in ihre Heimat zurück, nach Krumbach. Mit ihr kommt ihr Ehemann Gustav Landauer, einer der führenden Köpfe der sozialistischen Bewegung, in die mittelschwäbische Provinz. Dadurch gewinnt Krumbach Anteil an den geistesgeschichtlichen und politischen Ereignissen am Ende des Kaiserreichs und während der Münchener Räterepublik.

Schwierig und spannend wie in einem Roman hatte sich die Liebesbeziehung zwischen Hedwig Lachmann und Gustav Landauer entwickelt, die sich 1899 erstmals begegnet waren. So unterschiedlich die beiden als Persönlichkeit und im Denken waren, sie wurden ein starkes Paar und eine sehr fruchtbare Arbeitsgemeinschaft. Landauer hinterließ tiefe Spuren im Werk der Lyrikerin, Hedwig Lachmann beeinflusste im Gegenzug Landauers sozialrevolutionäre Position. Gemeinsam übersetzten sie Weltliteratur ins Deutsche, beispielsweise Oscar Wilde. Und gemeinsam vertraten sie in Zeiten allgemeiner Kriegsbegeisterung einen unbedingten Pazifismus, waren deshalb in Berlin vielerlei Anfeindungen ausgesetzt.

Die vielen packenden Facetten der Ehe dieser zwei außergewöhnlichen Künstler und Denker, insbesondere auch die Bezüge zu Krumbach, behandelt der Vortrag von Dr. Heinrich Lindenmayr „Die Lyrikerin und der Sozialrevolutionär – Hedwig Lachmann und Gustav Landauer aus Krumbach-Hürben“ am Donnerstag, 25. Oktober, um 19.30 Uhr, in der Ehemaligen Synagoge Ichenhausen. (zg)

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