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Ursberg

23.03.2015

Mahnwache im Klosterhof

Eine Mahnwache für das Mädchen Sandra veranstaltete die Bürgerinitiative Todtenweis im Ursberger Klosterhof. Mit dabei waren die ehemaligen Pflegeeltern des Mädchens (3. und 5. von links) sowie der Todtenweiser Bürgermeister Konrad Carl.

Bürgerinitiative Todtenweis will Freiheit für ein behindertes Mädchen

Am Samstagnachmittag gegen 14 Uhr fand eine Mahnwache unter dem Motto „Freiheit für Sandra“ (Name von der Redaktion geändert) im Ursberger Klosterhof statt. Initiator der Aktion, zu der sich über 50 Teilnehmer versammelten, war die Bürgerinitiative Todtenweis. Dort hatte das Kind einst gewohnt (wir berichteten).

Die Menschen waren mit einem Bus nach Ursberg gekommen. Sie verteilten Flugblätter mit dem Titel „Freiheit für Sandra“ und Kopien eines Briefes, den nach Aussage der Demonstranten Sandra geschrieben hat. In dem Schreiben steht, dass sie bald wieder in Todtenweis sei. Auf den verteilten Flugblättern stehen Fragen an das Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) wie „Warum wird Sandra der Zugang zu einem Rechtsanwalt verwehrt?“. Laut Petra Wackerl, der ehemaligen Pflegemutter des mittlerweile 15-jährigen Mädchens, will die Initiative erreichen, dass die Jugendliche Zugang zu einem Anwalt erhält, bei ihrer großen Schwester leben darf und ihren Willen frei bekunden kann.

Zurzeit lebt die Jugendliche laut Aussage des Dominikus-Ringeisen-Werks in einer offenen Wohngruppe der Einrichtung. Dem Dominikus-Ringeisen-Werk nach sei die Betreuungsqualität des Mädchens dort auch durch die Heimaufsicht der Regierung von Schwaben mehrfach überprüft worden und ohne geringste Beanstandung verlaufen.

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Die Vertreterin der Bürgerinitiative Todtenweis, Petra Wackerl, jedoch behauptet, das Mädchen lebe in einer geschlossenen Unterbringung. Der Initiative zufolge sei auch die Unterbringung im Dominikus-Ringeisen-Werk nicht rechtens, da der Antrag auf Unterbringung dort vonseiten des Gerichts nicht gestattet worden sei.

Das Dominikus-Ringeisen-Werk jedoch behauptet in einer Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung, das Mädchen sei auf Ersuchen des Jugendamtes Augsburg im Kinder- und Jugendbereich des DRW aufgenommen worden. Sowohl die gerichtliche bestellte Sorgepflegerin als auch die leiblichen Eltern des Mädchens legen in der Stellungnahme des Dominikus-Ringeisen-Werks Wert auf die Feststellung, dass sie die Betreuung des Mädchens im DRW für die bestmögliche für die Entwicklung und Förderung von Sandra halten.

Auch sagte eine Beschäftigte des Dominikus-Ringeisen-Werks noch gegenüber unserer Zeitung, dass die Demonstration am falschen Ort stattfinde, da die Einrichtung ja nur richterliche Anordnungen ausführe.

Sowohl die Beschäftigte als auch die ehemaligen Pflegeeltern des Mädchens waren sich jedoch in dem Punkt einig, dass die Situation für das Mädchen sehr belastend sei.

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