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Geschäftseröffnung

10.02.2020

Markus Söders Haltung korrigiert

Der Pfarrer segnet die neuen Geschäftsräume von Coredia, der Jungunternehmer hält als ehemaliger Ministrant des Pfarrers die Weihwasserschale. Unser Bild zeigt von links Münsterhausens Bürgermeister Robert Hartinger, die stellvertretende Landrätin Monika Wiesmüller-Schwab, Minister a. D. Hans Reichhart, Pfarrer Mirko Cavar und Coredia-Gründer Tobias Atzkern.
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Wie die Thannhauser Firma „coredia – Medienproduktion“ entstand und welche Perspektiven sie heute bereits hat

Die Belebung der Innenstädte ist eines der zentralen Themen im aktuellen Kommunalwahlkampf. Einen Glücksfall bedeutet es für eine Kommune, wenn ein junger Unternehmer leer stehende Geschäftsräume anmietet und seine Firmenidee eine echte Zukunftsperspektive hat. Im ehemaligen Schuhhaus Brendle, zuletzt Übergangsdomizil der Stadtbücherei, eröffnete Tobias Atzkern die Firma „coredia – Medienproduktion“.

Besser als Pfarrer Mirko Cavar lässt sich nicht auf den Punkt bringen, was Tobias Atzkern als Vorleistung für eine erfolgversprechende Geschäftseröffnung ausweisen kann. Stolz sei er auf seinen ehemaligen Ministranten, erklärte der Geistliche, denn jüngst habe der bayerische Ministerpräsident brav die Anweisungen von Tobias Atzkern befolgt.

Dieser machte Aufnahmen von Markus Söder, der sich freilich vom Fotografen in die jeweilige Idealposition dirigieren ließ. Der Auftrag, den Ministerpräsidenten zu fotografieren, ist Höhepunkt einer Entwicklung, die Tobias Atzkern seit ein paar Jahren konsequent betrieben hat.

Markus Söders Haltung korrigiert

Angefangen habe es, erzählte er den knapp 70 Gästen der Geschäftseröffnung, als ihm sein Vater „Photoshop“ geschenkt habe, eine professionelle Software zur Bildbearbeitung. Die Nachbesserung von Bildern am Computer forcierte seine Lust am Fotografieren. Eine Leidenschaft entwickelte sich, die den Grund dafür legte, dass Tobias Atzkern nach dem Abitur die Aufnahmeprüfung seines Wunsch-Studiengangs „Interaktive Medien“ bestand. Bereits im 1. Semester bekam Tobias Atzkern Aufträge, für Unternehmen Produktfotos zu machen. Der 18-Jährige meldete sein Gewerbe an. Rasch erwarb er sich mit Fotos und Videos einen Namen. Sein Video „Herbst im Mindeltal“ erhielt im Netz 14000 Aufrufe.

Ein Porträt in den Mittelschwäbischen Nachrichten im Jahr 2017 erhöhte den Bekanntheitsgrad von Atzkern, der ein Jahr später in Münsterhausen ein Büro eröffnete, zahlreiche Firmen porträtierte, im Landtagswahlkampf über 20 Videos produzierte, „eine riesige Hochzeitssaison absolvierte“ und zudem noch sein Studium abschloss. Minister a. D. Hans Reichhart lobte in seinem Grußwort den Mut, den Fleiß und die Konsequenz des Jungunternehmers und sorgte für einige Heiterkeit mit der wohl auf sich selbst bezogenen Bemerkung, Atzkern verstehe es, fotografisch auch aus „etwas schwierigeren Objekten“ richtig Gutes herauszuholen.

Aussagestarke Indikatoren dafür, wie gut die Zukunftsoptionen einer Firma sind, können die Namenswahl und die Organisation der Eröffnungsfeier sein. Der Name „coredia“ ist ausgetüftelt und stellt das englische Wort für Kern, in Anspielung auf Atzkern, und das um den Anfangsbuchstaben verkürzte Wort „Media“ zusammen. (hli)

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