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15.06.2009

Mehr als 10 500 Waldbauern sprechen mit einer Stimme

Aichach/Krumbach/Günzburg Die Größenverhältnisse zwischen den Großsägewerksgiganten der Region mit jeweils rund einer Million Festmeter (fm) Einschnittmenge pro Jahr und dem Holzeinschnitt eines durchschnittlichen Waldbauern spiegeln in etwa auch dessen Verhandlungsposition gegenüber einer Sägerbranche wider. Die Bündelung des Holzes aus dem Kleinprivatwald zu größeren Einheiten war und ist die ureigenste Aufgabe der Zusammenschlüsse der Waldbauern zu Waldbauernvereinigungen (WBV) - so heißen sie in Oberbayern - und Forstbetriebsgemeinschaften (FBG), wie sie in Schwaben genannt werden.

Die Erfahrungen der letzten Jahre aber zeigten auch hier auf, dass eine WBV/FBG für sich allein gegenüber solchen "Holzgiganten" wenig Marktgewicht hat und entsprechend schwierig gestalteten sich die Vermarktungsgespräche. Da liegt es nahe, dass sich die WBVs/FBGs zusammenschließen.

Seit 2007 sprechen neun WBVs/FBGs, darunter auch Günzburg-Krumbach, unter dem Namen SAHo ( Schwaben & Altbayern Holz) mit einer Stimme bei den Verhandlungen mit den Konzernen. Sie decken damit eine Waldfläche von knapp 72 000 Hektar ab.

Einen weiteren Grund für den Zusammenschluss zu SAHo fördert die Wirtschaftskrise zutage: Die Exporte seien zusammengebrochen, ist da allenthalben zu hören und wenn doch etwas ins Ausland geht, dann warten die Säger oft vergeblich auf pünktliche Zahlungen. Selbst Großsäger sind mittlerweile finanziell klamm. Auch hier stehen der einzelne Waldbauer und selbst seine WBV ziemlich schutzlos da.

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