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Unterallgäu

26.10.2017

Mehr als sieben Kilo Drogen und Waffen gefunden

Über sieben Kilogramm Drogen und einige Waffen fand die Kripo Memmingen bei der Durchsuchung von 17 Häusern und Wohnungen.
Bild: Polizei

Die Kriminalpolizei Memmingen durchsucht zahlreiche Häuser und Wohnungen. Sechs Männer sitzen nun in U-Haft.

Der Kriminalpolizei Memmingen ist ein Schlag gegen ein Netzwerk von Drogenhändlern gelungen. Bei 17 Hausdurchsuchungen haben die Beamten mehr als 6,5Kilo Marihuana, ein Kilo Amphetamin, etwas Kokain, Pistolen, einen Schlagring, ein Messer, Elektroschocker und 200 Schuss Munition gefunden. Sie hatten bei einer groß angelegten Aktion Wohnungen und Häuser in Memmingen sowie den Landkreisen Unter- und Ostallgäu, Neu-Ulm, Biberach und dem Alb-Donau-Kreis gleichzeitig unter die Lupe genommen. Sechs Männer aus dem Unterallgäu und Memmingen sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.

Weitere Personen rückten in den Fokus der Polizei

Auf die Spur der mutmaßlichen Drogenhändler kamen die Polizisten durch eine Festnahme im Mai auf der A7 bei Kellmünz (Kreis Neu-Ulm). Damals wurden zwei Männer im Alter von 30 und 31 Jahren kontrolliert. Sie hatten 750 Gramm Kokain und mehrere Gramm Haschisch dabei. In ihren Wohnungen fanden die Ermittler weitere Drogen. Die Unterallgäuer kamen in U-Haft. Die Kriminalbeamten ermittelten daraufhin weiter und stießen auf ein Netzwerk, zu dem die Festgenommenen gehörten. So rückten nach und nach weitere Personen – Dealer sowie Abnehmer – zwischen 18 und 52 Jahren in den Fokus der Beamten.

Ende August war es dann soweit: Die Kripo durchsuchte 17 Wohnungen im Allgäu und Baden-Württemberg. Dabei stellten sie nicht nur Drogen und Waffen sicher, sondern verhafteten auch zwei Männer: Der Deutsche und der Grieche, 29 und 35 Jahre alt, lebten im Unterallgäu und in Memmingen. Auch sie sitzen nun wegen des dringenden Verdachts des Drogenhandels beziehungsweise -besitzes in nicht geringer Menge in Untersuchungshaft.

Ein weiterer Unterallgäuer musste ins Gefängnis

Im September gingen den Ermittlern noch zwei weitere Verdächtige – ein Deutscher und ein Litauer, ebenfalls aus Memmingen und dem Unterallgäu – ins Netz. Der 26- und der 41-Jährige kamen ins Gefängnis.

Dass die Polizei mit diesem Erfolg erst jetzt an die Öffentlichkeit geht, hat ermittlungstaktische Gründe, sagt Pressesprecher Jürgen Krautwald. Nach den Durchsuchungen im August taten sich immer weitere Vernetzungen auf, Personen wurden befragt und es gab ständig Abstimmungen mit der Staatsanwaltschaft, sagt Krautwald. So erhärtete sich schließlich auch der Verdacht gegen die beiden zuletzt festgenommenen Männer. Auch jetzt seien die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Wie viele Personen die Kriminalpolizei noch im Visier hat, bleibe aber geheim.

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