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Are 2019

05.02.2019

Meike Pfister ist erstmals bei der Ski-WM dabei

In Garmisch-Partenkirchen gelang Meike Pfister mit Platz 24 in der Weltcup-Abfahrt die bisher beste Saisonleistung. Dass sie dennoch bei der WM dabei sein darf, führt die 22-Jährige aus Deisenhausen auf das Vertrauen ihrer Trainer zurück.
Bild: Karl-Josef Hillenbrand, dpa

Skirennläuferin Meike Pfister aus Deisenhausen ist für die Weltmeisterschaft nominiert. Vor dem Start im Super G an diesem Dienstag erzählt sie von ihren Erwartungen.

Sieben Frauen und neun Männer hat der Deutsche Skiverband am Sonntag für die alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Åre/Schweden vom 5. bis 17. Februar nominiert. Und Sie sind dabei, zum ersten Mal überhaupt bei einer WM. Was ist das für ein Gefühl?

Meike Pfister: Das ist echt cool und ich habe mich total über die Nominierung gefreut.

Dabei haben Sie die Verbandskriterien mit der Vorgabe von einer Platzierung unter den ersten Acht oder zweimal unter den ersten 15 im Weltcup gar nicht erfüllt. Das trifft auch auf die Nominierten Marlene Schmotz, Manuel Schmid, Dominik Schwaiger, Dominik Stehle, Alexander Schmid, Linus Straßer und Anton Tremmel zu. Warum sind Sie trotzdem im Kader?

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Pfister: Ich führe das auf das Vertrauen der Trainer zurück, um mir die Chance zu geben, bei so einem Event dabei zu sein und Erfahrungen zu sammeln. Der DSV hat bekanntlich die Norm bereits in der Vergangenheit aus perspektivischen Gründen aufgeweicht.

Ist das Ihr bisher größtes Event in Ihrer Laufbahn?

Pfister: So ist es. Ich hatte mir das in dieser Saison als großes Ziel gesetzt. Aufgrund meiner Knieverletzung im Sommer musste ich realistisch bleiben, aber Åre, das hatte ich schon im Visier.

Are 2019: Auch in der Abfahrt wird Pfister starten

In welchen Disziplinen werden Sie bei der Weltmeisterschaft an den Start gehen?

Pfister: Mit Sicherheit im Super G und der Abfahrt. Noch nicht sicher ist, ob ich auch die Kombination fahren darf.

Meike Pfister

Das heißt also, bereits am Dienstag wird es ernst, wenn um 12.30 Uhr der Super G gestartet wird. Wie stark fühlen Sie sich?

Pfister: Ich habe am Sonntag noch mal speziell auf Super G trainiert und es lief ganz gut. Das Gefühl ist gut, mal sehen was rauskommt. Ich freue mich jedenfalls total darauf und hoffe, dass die Verletzung vom Sommer keine Nachwirkungen mehr hat.

In den letzten Rennen vor der WM lief es ja nicht ganz nach Wunsch, oder?

Pfister: In Garmisch-Partenkirchen bin ich im Super G ausgeschieden, aber in der Abfahrt bin ich, obwohl grippegeschwächt, auf Platz 24 gelandet und habe sieben Weltcuppunkte eingefahren. Da konnte ich echt zufrieden sein. Bei dem Rennen zuvor in Cortina d’ Ampezzo sprang nur Platz 41 in der Abfahrt heraus, im Super G und der Ersatz-Abfahrt für St. Anton bin ich leider ausgeschieden.

Für die Abfahrt, die am kommenden Sonntag stattfindet, sind drei Trainingsläufe angesetzt. Wie lief es beim ersten Training?

Pfister: Das erste Training war so weit in Ordnung, ich bin 23. geworden, mit 1,92 Sekunden Rückstand. Die Strecke ist interessant und die Schneeverhältnisse sind richtig gut. Ein paar Abschnitte bin ich schon ganz ordentlich gefahren, andere dagegen muss ich mir noch mal genauer anschauen. Da habe ich doch zu viel Zeit liegen lassen.

Neben Ihnen stehen noch Lena Dürr, Christine Geiger, Marlene Schmotz, Kira Weidle, Michaela Wenig und Viktoria Rebensburg im Kader. Welcher Ihrer Teamkameradinnen trauen sie eine Medaille zu?

Pfister: Wenn jede super fährt und über sich hinauswächst, dann haben alle Chancen auf Spitzenplätze. Aber Viktoria Rebensburg im Super G und Riesenslalom sowie Kira Weidle in der Abfahrt sind zweifellos unsere heißesten Kandidatinnen.

Pfister: „Ich will einfach gut Skifahren“

Und welche Platzierung haben Sie sich für Abfahrt und Super G vorgenommen?

Pfister: Über eine Platzierung denke ich nicht nach. Ich will einfach gut Skifahren, mich mit einer guten Leistung bei meinen Trainern für das mir entgegen gebrachte Vertrauen bedanken und es genießen, bei so einem Event am Start zu sein.

Und die Eltern schauen zu?

Pfister: Ja, sie treffen am Samstag in Åre ein und werden mir bei der Abfahrt am Sonntag die Daumen drücken.

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