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Handball

23.01.2019

Mesch-Abgang zum Saisonende: Auch Niederraunau braucht einen neuen Trainer

Dieses Bild hätte man in Niederraunau gerne noch länger gesehen: Trainer Udo Mesch im Kreise seiner Spieler. Der Coach spricht viel mit dem Team, gibt Anregungen, hängt sich rein. Zum Saisonende hört er auf.
Bild: Ernst Mayer

Udo Mesch hört beim Landesligisten zum Saisonende auf. Gründe seien der große Aufwand, aber auch unerwartete Schwierigkeiten in der Mannschaft.

Nicht nur der VfL Günzburg macht in diesen Tagen mit einem Trainerabgang von sich reden. Wie der Verein jetzt bestätigte, muss sich auch Landesligist TSV Niederraunau zur kommenden Saison einen neuen Übungsleiter suchen. Der Vertrag mit Udo Mesch wurde auf dessen Wunsch nicht verlängert. „Wir hätten ihn natürlich gerne noch mindestens ein Jahr behalten, wir waren sehr zufrieden mit seiner Arbeit“, sagt Abteilungsleiter Bernd Maisch. „Unter seinen Fittichen sind wir definitiv weitergekommen. Er arbeitet sehr akribisch und professionell.“

Dass es den Raunauern trotzdem nicht gelang, Mesch zu halten, liegt laut dem Umworbenen vor allem am für ihn großen Aufwand. „Ich fahre knapp 70 Kilometer einfach nach Krumbach, und das drei bis vier Mal pro Woche“, sagt der in Stettenhofen bei Augsburg wohnende Mesch. Für diesen extremen Aufwand habe nun der Ertrag nicht mehr gestimmt. „Ich hatte anfangs gedacht, dass wir mehr erreichen können. Nach dem Abstieg aus der Bayernliga hatte ich erwartet, dass es schwer wird, zumal mit Maxi Deisenhofer und Julian Waldmann zwei wichtige Spieler gegangen sind. Aber mit einigen weiteren Abgängen eine Saison später habe ich nicht gerechnet.“

Niederraunau plagen Verletzungssorgen

Schon die gesamte aktuelle Spielzeit über ist der TSV personell arg gebeutelt. Spieler von außen zu bekommen, ist für die Raunauer schwer, Mesch setzte zwangsläufig auf junge Spieler aus der eigenen Jugend. Doch Verletzungen, wie die von Torwart Armin Hessheimer oder Spielmacher Mathias Waldmann, treffen den Landesligisten hart. Einige angeschlagene Spieler würden sich mühevoll durch die Saison schleppen. „Das war so nicht vorauszusehen und es wird sich auch erst einmal nichts ändern“, erklärt Mesch nun seinen Schritt.

Raunaus Trainer Udo Mesch (links) gab in der Partie gegen Ottobeuren den Teamarzt: Mathias Waldmann hatte sich zu Beginn der Partie den linken kleinen Finger gebrochen. Dennoch machte er weiter.
Bild: Ernst Mayer


Umso schwerer wird für den erfahrenen Coach nun die Mission Klassenerhalt in der Rückrunde. „Wenn mir das gelingt, war das meine mit Abstand beste Trainerleistung bisher. Ich werde mich jetzt umso mehr reinhängen. Ich will mir ja nichts nachsagen lassen“, sagt Mesch mit einem Augenzwinkern.

Erste Gespräche mit Trainerkandidaten laufen

Währenddessen führt Abteilungsleiter Maisch bereits erste Gespräche mit potenziellen Nachfolgekandidaten. Angesprochen auf den Namen des scheidenden Günzburger Trainers Stephan Hofmeister, bleibt Maisch zurückhaltend: „Das wäre natürlich eine top Sache. Ich habe selbst unter ihm gespielt. Er hat einen großen Anteil an unserem ersten Bayernliga-Aufstieg.“ Hofmeister trainierte die Raunauer in den 90er Jahren. Ein erneutes Engagement scheint jedoch unrealistisch.

Attraktiv für einen potenziellen Nachfolger dürfte die mittelfristige Entwicklung der Mannschaft sein. Aus der A- und vor allem der B-Jugend kommen gute Talente nach, die eine starke Bindung zum Verein haben. Auch Mesch bescheinigt den Raunauern: „Sie sind definitiv auf einem guten Weg, haben eine gute Jugendarbeit.“

Und Abteilungsleiter Maisch ist sich sicher: „Wir können in den nächsten Jahren einen großen Schritt nach vorne machen.“ Unter welchem Trainer das sein wird, muss sich noch zeigen.

Lesen Sie hier das Antrittsinterview: Raunau-Trainer Udo Mesch: „Ich habe vieles auf den Kopf gestellt“

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