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19.06.2009

"Miss Landkreis" mausert sich zur "Miss Schwaben"

Nattenhausen Bürgermeisterin Gabriele Wohlhöfler war ganz aus dem Häuschen. "Ich kann es gar nicht fassen, das muss gefeiert werden", sagte sie, packte Gläser und einen Karton Sekt ein und machte sich gestern Mittag auf den Weg nach Nattenhausen. In jenen Ort, der im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" zum Bezirkssieger gekürt wurde. Aus der "Miss Landkreis" (Nattenhausen war im vergangenen Jahr Kreissieger) wurde nun also "Miss Schwaben".

Obwohl in Sektlaune, versäumt es die Bürgermeisterin nicht, die Bevölkerung des 540-Seelen-Ortes von der Entscheidung der elfköpfigen Bewertungskommission, die am Dienstag Nattenhausen besucht hatte, schnellstens zu unterrichten. Und was lag da näher, als selbst mit der Glocke der Gemeindedienerin durchs Dorf zu ziehen und die frohe Botschaft "auszuschellen".

Im Geheimen ein bisschen auf den Erfolg auf Bezirksebene gehofft hatten sie schon, die Nattenhauser, nachdem die Präsentation am Dienstag glatt verlaufen und die Jury beeindruckt war. Umso glücklicher waren sie, dass es wirklich gereicht hat, auch wenn es - wie die Jury betont - sehr eng war.

Gemeinsamkeit als das große Plus

"Miss Landkreis" mausert sich zur "Miss Schwaben"

"Diesen großartigen und einmaligen Erfolg haben wir nur unserem gemeinsamen Zusammenstehen, unserem gemeinsamen Tun und auch dem guten Miteinander in unserer Gemeinde zu verdanken", so Bürgermeistern Wohlhöfler in einer ersten Stellungnahme. Sie sei stolz und dankbar, dass alle Bürger bereit waren und sind, gemeinsam die Zukunft des Dorfes in die Hand zu nehmen. "Vor dem Landesentscheid werden wir den Erfolg richtig genießen", sprach die Ortschefin und nahm mit mehren Bürgern unter der Friedenslinde Platz, wo in einer spontan organisierten Feier die Sektgläser erhoben wurden.

Das gemeinsame Miteinander war einer der großen Pluspunkte, die bei der knappen Entscheidung den Ausschlag für Nattenhausen gab. "Nattenhausen beeindruckte die Kommission unter anderem durch die sehr aktive engagierte Bürgerschaft, die freudig und gemeinsam das Notwendige im Sinne des Wettbewerbes erkennen, angreifen und gemeinsam nach geeigneten Lösungen suchen", gab gestern die für Organisation und Koordination der Kommission zuständige Maria Theresia Fugger von Glött Einblick in die Bewertungsunterlagen. Eingebunden in eine sehr attraktive Kulturlandschaft setzt sich die gesamte Bevölkerung für den Erhalt und die Weiterentwicklung ihrer Heimat ein. Fugger von Glött: "Sie sind für alle Anstrengungen offen, die ihren Lebensraum lebens- und liebenswert machen." Als gute Beispiele nannte sie die guten und ansprechend gestalteten Privatgärten, Großgrün, ansprechende Anwesen, eingebettet in die so ansprechende Kulturlandschaft. Der genaue Bewertungsbericht wird den betreffenden Gemeinden zu einem späteren Zeitpunkt zugestellt.

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