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18.07.2010

"Mit neuem Mut" gegen Armut und Ausgrenzung

Thomas Heinle von der Dominikus-Zimmermann-Realschule Günzburg ist einer der Landessieger beim Europäischen Wettbewerb. Unser Foto zeigt ihn mit (von links) Schulamtsdirektor Wilhelm Martin, Bezirkstagspäsident Jürgen Reichert und Bezirksrat Wolfgang Bähner. Fotos: Karl Aumiller
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Thomas Heinle von der Dominikus-Zimmermann-Realschule Günzburg ist einer der Landessieger beim Europäischen Wettbewerb. Unser Foto zeigt ihn mit (von links) Schulamtsdirektor Wilhelm Martin, Bezirkstagspäsident Jürgen Reichert und Bezirksrat Wolfgang Bähner. Fotos: Karl Aumiller

Höchstädt Etwa 100 Preisträger aus Nordschwaben wurden am vergangenen Donnerstag im Höchstädter Schloss geehrt. Die Schüler aus den Landkreisen Aichach-Friedberg, Augsburg, Dillingen und Donau-Ries sind Landessieger beim 57. Europäischen Wettbewerb 2010 unter dem Motto "Mit neuem Mut", passend zum "Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung".

Über ihre Urkunden und den Preis freuten sich die Schüler des Justus-von-Liebig-Gymnasiums Neusäß, des Maria-Ward-Gymnasiums Günzburg, des Simpert-Kraemer-Gymnasiums Krumbach, des Gymnasiums Wertingen, der Grundschule Günzburg Süd-Ost, der Dominikus-Zimmermann-Realschule Günzburg, der Konradin-Realschule Friedberg, der Abt-Ulrich-Schule Kaisheim, der Volksschule Dinkelscherben und der Maria-Ward-Realschule in Wallerstein. Die Schüler der FOS Friedberg konnten aufgrund von Prüfungen in dieser Woche nicht an der Preisverleihung teilnehmen, das Peutinger Gymnasium Augsburg musste wegen Krankheit absagen.

Arbeitsmethoden selbst gewählt

Ihre Kreativität konnten die Schüler beim ältesten deutschen Schülerwettbewerb unter Beweis stellen. In vier verschiedenen Altersgruppen setzten die Schüler mit ihren Lehrern die Aufgaben eindrucksvoll um. Dabei gab es einen großen Unterschied zu den Vorjahren. Regierungspräsident Karl Michael Scheufele sagte: "Es geht nicht mehr nur darum, ein Bild zu malen oder einen Aufsatz zu schreiben. Die Teilnehmer können ihre Arbeitsmethoden selbst wählen und es können auch Gruppenarbeiten abgegeben werden." So überlegten sich die Grundschüler beispielsweise, wie sie einem Klassenkameraden aus einem anderen Land helfen können, damit er sich in der Klasse wohlfühlt. Die Schüler von der fünften bis zur siebten Klasse konnten ein Spiel zum Thema "Armut und Ausgrenzung" entwickeln. "Drei Spiele sind draußen zu sehen", lobte Andrea Perschl vom Bezirk Schwaben, die zusammen mit Stefanie Fuß von der Regierung von Schwaben die Preisverleihung moderierte. Die achten bis zehnten Klassen beschäftigten sich unter anderem mit der sozialen Isolierung, die aus Armut entsteht. Was kann getan werden, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine "zweite Chance" zu geben? Die elften bis 13. Klassen entwickelten zum Thema des Jahres eine mediale Kampagne. Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert unterstrich: "Ein soziales Thema in der Gruppe zu bearbeiten, ist viel produktiver." Natürlich müsse man sich dann absprechen und Kompromisse eingehen, aber das stärke die soziale Kompetenz.

Zum Bedauern der beiden Schirmherren lag die zahlenmäßige Beteiligung in diesem Jahr deutlich unter dem Schnitt der vergangenen Jahre (21 000 gegenüber 45 000 im Vorjahr). Scheufele und Reichert hoffen jedoch auf eine höhere Beteiligung im kommenden Jahr. Durchaus einen Preis verdient hätte auch die Chorklasse des Albert-Gymnasiums Lauingen mit ihrer Lehrerin Christine Wamser aufgrund der Auswahl und der hervorragenden Präsentation der Lieder, beispielsweise aus dem Dschungelbuch. Ebenso die Kapellenschule Augsburg-Oberhausen: Die Catering-AG überraschte die Gäste mit einem vielseitigen Buffet.

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