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02.07.2010

Mittelschwabenbahn ist lebensnotwendig

Krumbach Den meisten Beifall bei der kleinen Feierstunde am gestrigen Donnerstag im Café Ihle am Bahnhof aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Bahnlinie Krumbach-Pfaffenhausen erhielt das Musikerquartett der Berufsfachschule für Musik. Es spielte das uralte Volkslied "Auf dr schwäb'scha Eisabahna" und hatte damit die Lacher auf seiner Seite.

Dabei waren sich alle Ehrengäste einig: Die Mittelschwabenbahn von Günzburg über Krumbach nach Mindelheim ist auch heute noch für die gesamte Region unverzichtbar; wenngleich jeder aufgerufen ist, ihre Auslastung weiter zu verbessern. Derzeit benutzen sie täglich fast 2000 Fahrgäste (mehrheitlich Schüler), was einem Schnitt von 34 Personen pro Zug entspricht. Bärbel Fuchs von der DB Regio AG in Augsburg: "Die Strecke ist ein echtes Stück Heimat für diese Region und sie verdient es, dass wir uns alle einbringen und unsere Verbundenheit zeigen, und zwar durch das Füllen der noch leeren Plätze."

Schon zuvor hatte Krumbachs Bürgermeister Hubert Fischer die Gäste, darunter Finanz-Staatssekretär Franz Pschierer, Sebastian Sauer von der Regierung von Schwaben, Altlandrat Dr. Georg Simnacher, Professor Karl Kling und die Bürgermeister entlang der Bahnlinie begrüßt. Sie waren zu einem großen Teil mit den fahrplanmäßigen Zügen gekommen und fuhren anschließend damit auch wieder zurück. Für Fischer und damit für Krumbach sei die Bahn unverzichtbar. Was er für notwendig hielt, ist eine noch bessere Verknüpfung zwischen Bahn, Bus und Flexibus zu einem engen Netz im öffentlichen Nahverkehr Mittelschwabens.

Landrat Hubert Hafner würdigte nicht das Alter der Bahnlinie; vielmehr sprach er von einer "attraktiven Verbindung mit modernen Triebwagen", wie sie vorher noch nie bestanden habe. Sein Dank galt all denen, die diese "wichtige Lebensader" vor Jahren vor der Stilllegung bewahrten und er zeigte sich bereit, für ihren Bestand weiter zu kämpfen.

Mittelschwabenbahn ist lebensnotwendig

Dank den "Kämpfern"

Sein Kollege Hans Joachim Weirather vom Landkreis Unterallgäu fand für die "Kämpfer um die Mittelschwabenbahn" gleichfalls lobende Worte, sei der Erhalt doch keineswegs eine Selbstverständlichkeit gewesen. Er erinnerte, dass Bahnstrecken wie nach Ottobeuren, Kirchheim, Babenhausen und die Staudenbahn abgebaut wurden. Allerdings: "Wir müssen dafür sorgen, dass die Bahn von noch mehr Personen genutzt wird."

Für Referatsleiter Hans-Peter Behrendsen vom Wirtschaftsministerium bleibt der Erhalt der Strecke eine "ständige Herausforderung", auch wenn er sich eine Stilllegung in der heutigen Zeit nicht mehr vorstellen könne, denn "nicht nur die Städte, auch der ländliche Raum braucht einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr".

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