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Thannhausen

08.02.2018

Moderner wohnen an der Mindel

Eines der zwei geplanten Gebäude auf dem Mühlschlegel-Areal.
Bild: Architekturbüro Regler

Die Firma Mühlschlegel plant zwei Wohnblöcke mit Tiefgarage. Das Vorhaben stößt im Bauausschuss auch auf Kritik.

Im Baugebiet „Untere Mühle“ gibt es zwei größere Grundstücke unmittelbar am östlichen Ufer der Mindel. Dort möchte die Firma Albert Mühlschlegel zwei Wohnblöcke mit insgesamt 32 Wohnungen samt einer Tiefgarage errichten. Das Vorhaben war bereits schon einmal im Bauausschuss beraten und damals abgelehnt worden. Die Stadträte hatten sich mit der Größe der Wohnblöcke nicht anfreunden konnten. Der neue Entwurf reduziert die Anzahl der Geschosse auf drei. Somit passe jetzt die Höhe der Gebäude durchaus zu dem, was in diesem Baugebiet entstehen solle, meinte Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh bei der erneuten Beratung im Bauausschuss.

Der Bauantrag sieht vor, dass sowohl die Einfahrt zur Tiefgarage wie auch die Terrassen und Balkone auf der Westseite der Gebäude außerhalb der Flächen liegen, die der Bebauungsplan als bebaubare Fläche definiert. Der Bauwerber begründete dies damit, dass durch die Aufteilung in zwei Blöcke die Optik des Bauvorhabens wesentlich gefälliger sei, dadurch aber die Tiefgarageneinfahrt in einen nicht-zulässigen Bereich gerückt würde. Der eigentliche Grund dürfte ein anderer sein. Nur dadurch, dass hier zwei Gebäude errichtet werden und zusätzlich die beiden Grundstücke geteilt werden, ist die Anzahl der Wohnungen zulässig. Die Definition der Anlage, bestehend aus zwei größeren Doppelhaushälften, sei nach der Bauordnung nicht unproblematisch, meinte Martens-Weh. Denn überirdisch seien die Doppelhaushälften zwar getrennt, aber die Tiefgarage verbinde die Häuser miteinander.

Das sei alles Bürokratismus, erklärte Bürgermeister Georg Schwarz, der sich mit drei Argumenten für das Vorhaben einsetzte. Man brauche in der Stadt dringend Wohnraum, vor allem auch für Familien, die sich ein Einfamilienhaus nicht leisten könnten. Über die Tiefgarage könne man nur froh sein, die dürfe deshalb auch kein Hinderungsgrund sein. Im Übrigen wirkten die Gebäude auch als Lärmbremse zur Edelstetter Straße hin. Peter Schoblocher räumte ein, dass die vorgesehene Bebauung sehr dicht sei, doch sei der sparsame Umgang mit Flächen das Gebot der Stunde. Monika Wiesmüller-Schwab kritisierte die außerordentlich massive Bebauung an dieser Stelle und hielt sie städtebaulich für problematisch. Dem schloss sich Christine Polleichtner-Hornung an. Bei zwei Gegenstimmen erteilte der Bauausschuss dem Antrag das gemeindliche Einvernehmen.

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