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Nattenhausen

03.03.2020

Motorradhändler Günter Laure passt sich dem Zweirad-Trend an

Weit über 100 E-Bikes präsentiert Günter Laure neben seinen Motorrädern im 300 Quadratmeter großen Ausstellungsraum.
Bild: Hans Bosch

Plus Motorräder sind die Passion des Geschäftsmannes aus Nattenhausen. Doch ein anderes Segment kommt mehr und mehr in Fahrt. Welches das ist.

„Der Markt für Motorräder stagniert, aber das Interesse an Fahrrädern und hier im Besonderen für E-Bikes ist extrem steigend.“ Auf diesen Nenner bringt Günter Laure , Inhaber der Motorradtechnik Laure GmbH im Breitenthaler Ortsteil Nattenhausen , die derzeitige Marktsituation in der Zweiradbranche. Er hat das Sortiment inzwischen dem Trend angepasst. Lag bisher sein Schwerpunkt bei Motorrädern der italienischen Spitzenklasse, so finden sich in seinem modern ausgestatteten Ladengeschäft jetzt zusätzlich weit über hundert Fahrräder , wobei dem Kunden eine breite Auswahl vom Kinder-, Sport- und Rennrad bis zum E-Bike geboten wird.

Die Krumbacher Gewerbeschau im Herbst vorigen Jahres war für Laure der passende Anlass, erstmals sein Sortiment an Fahrrädern einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen. Das überraschend große Interesse wurde für ihn zugleich die Bestätigung, richtig zu liegen. Der Grund dafür ist einleuchtend: „Wer ein schweres und teures Motorrad kauft, hat bereits das Mittelalter erreicht und fährt vielfach auf verstopften Straßen. Dagegen werden die E-Bike-Fahrer immer jünger und bewegen sich mehr und mehr auf bergigen Forstwegen oder auf Wandersteigen hinauf bis zu den Gipfeln.“

Mit bis zu 300 Stundenkilometern unterwegs

Trotzdem gehört die Liebe des 47-jährigen Betriebsinhabers immer noch den schnellen Motorrädern – und dort speziell den italienischen Spitzenmarken Aprilia und Moto Guzzi. Sie erreichen mit Stärken von über 200 PS bis zu 300 Stundenkilometer, sind straßentauglich und dürfen auf jeder öffentlichen Straße gefahren werden. Mithalten können auch ihre Preise, die zwischen 4000 und 25000 Euro liegen. Dabei ist sich der dreifache Vater bewusst: „Ein solches Gefährt ist nicht jedermanns Sache und wird auch nicht jährlich gekauft.“

Motorradhändler Günter Laure passt sich dem Zweirad-Trend an

Er besitzt inzwischen jedoch einen Kundenstamm, der von München , Nürnberg und Stuttgart bis in den Bodenseeraum reicht. Es freut ihn deshalb, dass er seit Jahren zu den fünf besten Motorradhändlern in Deutschland zählt und in den Bereichen Technik und Service sogar einen Spitzenplatz einnimmt. Bestätigt wird ihm das immer wieder von einer unabhängigen Jury im Auftrag des Fachmagazins Bike und Business.

Hochmotiviertes Personal und eine tolle Reparaturausstattung

Dass ein solches Lob erhebliche Investitionen sowie entsprechendes Können und Wissen erfordert, ist Laure bewusst. Für ihn gehören dazu zeitgemäße Ausstellungsmöglichkeiten und eine Werkstatt mit entsprechenden Serviceeinrichtungen. „Meine fünf Mitarbeiter und ebenso die beiden Lehrlinge sind hoch motiviert, die Reparaturausstattung tipptopp und der Service schnell und zuverlässig“, äußert Laure Lob in eigener Sache. In der neu anlaufenden Saison bedeutet das aber auch: „Für uns gilt der Zwölfstundentag, wenn es um die Zufriedenheit unserer Kunden geht.“

Das Sortiment an Zweirädern erschöpft sich nicht bei den PS-starken Rennmaschinen. Dazu gehören außerdem die Vespa-Piaggio-Motorroller, die in einer Preisklasse von 1800 bis 6400 Euro zu haben sind. Neu im Programm sind Trial-Motorräder ohne Sitzgelegenheit, die ausschließlich bei Wettbewerben an den Start gehen. Dieser Sport erfordert in der Hauptsache Geschicklichkeit und Mut bis hin zur Akrobatik, geht es doch im wahrsten Sinne des Wortes weglos bergauf und bergab über Stock und Stein. Es handelt sich dabei um eine spanische Marke, die zwischen 1500 und 8000 Euro zu haben ist.

Einen letzten Schwerpunkt im Gebiet Beratung und Service besitzt der in Hasberg ( Kreis Unterallgäu ) geborene und seit 24 Jahren in Nattenhausen ansässige Inhaber bei der Ausstattung für den gesamten Zweiradsport. Dieser reicht vom technischen Zubehör zu Ersatzteilen für das Gefährt und gilt ebenso für die Montur des Nutzers vom Helm über die Bekleidung bis zu den Schuhen.

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